dpa

Bratwurstmuseum soll auf ehemaliges KZ-Außenlager

31.1.2019 16:43 Uhr

Im nordthüringischen Mühlhausen befindet sich das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald. Es wird geplant, auf Teilen des ehemaligen Außenlagers ein Bratwurstmuseum zu bauen. Doch es stellt sich die Frage, ob und wie die Erinnerung als Gedenkstätte integriert werden kann.

Den geplanten Bau eines Bratwurstmuseums bestätigte eine Sprecherin der Stadt Mühlhausen, Anke Pfannstiel, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten die "Bild"-Zeitung und die "Thüringer Allgemeine" darüber berichtet. In dem Außenlager wurden von September 1944 bis Februar 1945 rund 700 jüdische Frauen hauptsächlich aus Ungarn und Polen gefangen gehalten. Das Bratwurstmuseum hat bislang seinen Standort in Holzhausen bei Arnstadt und soll von dort nach Mühlhausen umziehen.

Zurückhaltende Reaktion

Der Sprecher der KZ-Gedenkstätte Buchenwald reagierte am Donnerstag zurückhaltend auf die Standortpläne: "Ich möchte nicht von vornherein ausschließen, dass es möglich ist, bin aber gleichzeitig gespannt, welche Vorschläge gemacht werden, um eine angemessene Form der Erinnerung innerhalb des Nutzungskonzepts zu gewährleisten", sagte Rikola-Gunnar Lüttgenau der Deutschen Presse-Agentur.

Der private Investor besitzt das Gelände am nordöstlichen Rand des Stadtwalds bereits seit 2008, wie Pfannstiel informierte. Zuvor war das Gelände im Besitz des Bundes. Der Bau sollte am Donnerstagabend Thema im Stadtrat sein.

(sis/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.