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Brasiliens umstrittener Präsident Bolsonaro vereidigt

1.1.2019 19:27 Uhr

Der rechtsradikale Jair Bolsonaro ist nicht unumstritten. Am Neujahrstag wurde Brasiliens neuer Präsident nun vereidigt.

Bei einer Zeremonie im Kongress in der Hauptstadt Brasília legte der 63-Jährige am Dienstagnachmittag seinen Amtseid ab. Bolsonaro kündigte in seiner Antrittsrede vor den Abgeordneten an, Brasilien "vom Joch der Korruption, der Kriminalität, der wirtschaftlichen Verantwortungslosigkeit und der ideologischen Unterwerfung" zu befreien.

Rassistische, frauen- und schwulenfeindliche Äußerungen

Der ehemalige Fallschirmjäger und langjährige Abgeordnete Bolsonaro hatte im Oktober die Präsidentschaftswahl gewonnen. Er ist berüchtigt wegen seiner rassistischen, frauen- und schwulenfeindlichen Äußerungen sowie seines unverblümten Lobes für die Militärdiktatur der Jahre 1964 bis 1985. Bolsonaros Anhänger sehen in ihm hingegen eine Art Retter des Vaterlandes. Angesichts grassierender Korruption und Kriminalität in Brasilien war es dem Hauptmann der Reserve gelungen, im vor allem über die Onlinenetzwerke geführten Wahlkampf das Image des hart durchgreifenden Saubermanns zu verbreiten und damit zu punkten.

(be/afp)