Symbolbild: imago images/Agencia EFE

Brasilianischer Journalist in Paraguay erschossen

13.2.2020 23:56 Uhr

Mit zwölf Schüssen wurde der brasilianische Journalist Leo Veras in der paraguyanischen Grenzstadt Pedro Juan Caballero ermordet. Die beiden vermummten Angreifer drangen dazu in sein Haus ein, wo der Reporter gerade mit seiner Frau zu Abend aß, wie Staatsanwalt Marco Amarilla am Donnerstag im Radio sagte.

Veras betrieb die portugiesischsprachige Internetplattform Porá News und berichtete immer wieder über das organisierte Verbrechen in der Grenzregion zwischen Paraguay und Brasilien. Nach Angaben des Journalistenverbands im benachbarten brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul hatte der Reporter zuletzt Morddrohungen erhalten.

Aktive kriminelle Banden

In der Region sind mehrere kriminelle Banden aktiv, die Drogen und Zigaretten über die Grenze schmuggeln. Im Januar waren bei einem Massenausbruch 75 Häftlinge aus einem Gefängnis in Pedro Juan Caballero getürmt. Sie sollen zum größten Teil zum mächtigen brasilianischen Verbrechersyndikat Primer Comando da Capital (PCC) gehört haben.

(an/dpa)

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