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Brandstiftung bei "Gelbwesten"-Protest - Wohnhaus brennt

16.3.2019 16:46 Uhr

Die Gewaltwelle bei den Protesten der "Gelbwesten" in Paris nimmt erschreckende und bizarre Formen an. Es wurde ein Wohnhaus in Brand gesetzt und dabei hätte beinahe eine Mutter mit ihrem Baby das Leben verloren. Wie der Innenminister Christophe Castaner berichtet, sei das Feuer vorsätzlich gelegt worden.

Das Feuer brach in einer Bank im Erdgeschoss des Haues in der Nähe der Prachtmeile Champs-Élysées aus und breitete sich dann aus, wie der Sender France 3 berichtete. Die Mutter und ihr Kind befanden sich den Angaben nach im zweiten Stock und wurden von Feuerwehrleuten in Sicherheit gebracht. "Die Personen, die diese Tat begangen haben, sind weder Demonstranten noch Randalierer, sie sind Mörder", erklärte Castaner via Twitter.

Bei den Protesten der "Gelbwesten" ist es am Samstag wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen in Frankreichs Hauptstadt gekommen. Auf den Champs-Élysées wurden Läden geplündert, Schaufenster zerschlagen und Autos angezündet. Am Vormittag hatte Castaner erklärt, dass sich professionelle Randalierer unter die Demonstranten gemischt hätten. In den vergangenen Woche hatte die Zahl der Demonstranten bei den Protesten gegen die Reformpolitik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron immer weiter abgenommen.

(ce/dpa)