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Brandenburgischer Linke-Politiker wehrt sich gegen Rücktrittsforderungen

3.6.2020 23:05 Uhr

Der brandenburgische Linken-Kommunalpolitiker Ingo Paeschke sucht nach einem umstrittenen Auftritt mit der AfD eine offene Konfrontation mit seinem Landesverband.

"Ich werde nicht zurücktreten", sagte der Fraktionschef der Stadtverordnetenversammlung von Forst (Landkreis Spree-Neiße) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Auf unserer Fraktionssitzung am Dienstagabend gab es auch keinen entsprechenden Antrag."

"Gemeinsam für Forst"

Die Stadtfraktionen der Linken und der AfD in Forst hatten nach Angaben der Linken vor zwei Wochen einem Antrag der Fraktion "Gemeinsam für Forst" zugestimmt, der einen Neubau für einen Jugendclub vorsah. Anschließend hatten die drei Fraktionsvorsitzenden das Projekt auf einer gemeinsamen Pressekonferenz vorgestellt. Paeschke war deshalb unter Druck geraten. Der Landesvorstand hatte ihn zum Rücktritt aufgefordert, weil es für die Linke keinerlei Zusammenarbeit mit der AfD geben dürfe.

Auch einem möglichen von führenden Linke-Politikern geforderten Parteiausschlussverfahren sehe er gelassen entgegen, sagte Paeschke. "Wenn jemand meint, einen Linke-Politiker ausschließen zu müssen, der seit 17 Jahren in der Partei ist und dreimal Bürgermeister-Kandidat, dann soll er das tun."

(an/dpa)

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