Annette Riedl/dpa

Brandanschlag auf das Robert-Koch-Institut

26.10.2020 8:17 Uhr

Unbekannte haben nach Angaben der Polizei ein Gebäude des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin attackiert. Gegen die Fassade seien in der Nacht zum Sonntag Brandsätze geworfen worden, teilten die Ermittler mit. Es sei niemand verletzt worden. Gegen 02.40 Uhr habe ein Sicherheitsmitarbeiter mehrere Personen entdeckt, die Flaschen geworfen hätten. "Dabei soll auch eine Fensterscheibe zu Bruch gegangen sein. Die Flammen konnte der Mitarbeiter löschen", heißt es im Polizeibericht.

Die Verdächtigen seien unerkannt entkommen. Ermittelt werde in alle Richtungen, sagte eine Polizeisprecherin am Mittag. Weil es sich um eine Liegenschaft des RKI handle, werde auch eine politische Motivation geprüft. Ermittelt wird wegen versuchter Brandstiftung. Der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen übernommen. Das RKI ist eine Gesundheitsbehörde, die auch für Infektionskrankheiten wie etwa Covid-19 zuständig ist. Angegriffen wurde laut Polizei ein Institutsgebäude im südlichen Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg. Das Hauptgebäude liegt im Nordwesten der Hauptstadt. Das Robert Koch-Institut war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Staatsschutz ermittelt nach Vorfall in Minden

Der Staatsschutz der Polizei ermittelt wegen einer in Minden an einem Strick um den Hals aufgehängten Schaufensterpuppe, die ein Pappschild mit der Aufschrift "Covid-Presse" getragen hat. Nach Angaben der zuständigen Polizei in Bielefeld war die an einer Fußgängerbrücke baumelnde Puppe am Samstagmorgen gemeldet und von Beamten abgenommen worden. Auch die Augen der Figur waren verbunden, dort stand der Polizei zufolge das Wort "blind".

Der Staatsschutz prüfe nun, ob die Aktion einen strafrechtlich relevanten Hintergrund habe, sagte ein Polizeisprecher. Wer die Puppe an die Brücke gehängt hat, blieb zunächst unklar. Zuvor hatten das "Mindener Tageblatt" und andere Medien berichtet.

(ce/dpa)

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