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Brüssel: Huawei eröffnet Zentrum für Cybersicherheit

5.3.2019 16:41 Uhr

Am Dienstag hat der chinesische Mobilfunkkonzern Huawei in Brüssel ein Transparenzzentrum für Cybersicherheit eröffnet. Das derzeit von vielen Seiten in den Verdacht der Cyberspionage geratene Unternehmen will dort auch Regierungsbehörden, technischen Experten, Branchenverbänden und Normungsorganisationen eine Plattform bieten, um gemeinsam an künftigen Standards zu arbeiten.

Vor allen dürfte Huawei damit aber auch die in Europa zuletzt gewachsenen Sicherheitsbedenken zerstreuen wollen.

«Wir glauben, dass dies ein wirksames Modell ist, um Vertrauen für das digitale Zeitalter aufzubauen», sagte Huaweis stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender Ken Hu. Vertrauen müsse aber auf überprüfbaren Fakten anhand gemeinsamer Standards basieren. Das Vertrauen in Cybersicherheit sei «eine der größten Herausforderungen, vor der die Welt im digitalen Zeitalter» stehe.

Sicherheitsbedenken gegen Huawei

Zuletzt waren Sicherheitsbedenken gegen das chinesische Unternehmen auch in Brüssel gewachsen. EU-Digitalkommissar Andrus Ansip verwies darauf, dass chinesische Firmen gezwungen seien, mit staatlichen Geheimdiensten ihres Landes zusammenzuarbeiten. Dem Nachrichtenportal «Euraktiv» zufolge waren Ansip und Hu einen Tag vor der Eröffnung des Brüsseler Zentrums am Montag noch zu Gesprächen zusammengetroffen.

In dem neuen Zentrum in Brüssel will Huawei zudem die Kommunikation mit verschiedenen Interessengruppen über Sicherheitsstrategien und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erleichtern. Gemeinsam mit Industrie-Partnern sollen Sicherheitsstandards und Verifizierungsmechanismen entwickelt werden. Es ist das dritte europäische Zentrum des Unternehmens: In Deutschland betreibt das Unternehmen seit vergangenem Jahr in der Nähe von Bonn gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI ein Forschunglabor, in Paris unterhält Huawei seit 2016 ein Forschungszentrum für Mathematik.

(an/dpa)