epa/Sergey Dolzhenko

Brücke ins Separatistengebiet eingeweiht

20.11.2019 18:21 Uhr

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat kurz vor seinem ersten Gipfeltreffen mit Wladimir Putin eine neue Brücke ins umkämpfte Separatistengebiet Luhansk im Osten des Landes eröffnet. «Die Brücke ist zu schmal für einen Panzer, aber ein Krankenwagen kann sie passieren», sagte Selenskyj dem Präsidialbüro zufolge am Mittwoch vor Ort.

Bei den vier Monate dauernden Arbeiten wurde eine nur etwa 2,5 Meter breite Fahrbahn der 2015 zerstörten Flussquerung neu gebaut. Sie stellt den einzigen Fußgängerübergang in den von prorussischen Rebellen beherrschten Teil des Gebiets Luhansk dar. Zu dem Termin in Stanyzja Luhanska kam auch die Botschafterin Deutschlands in der Ukraine, Anka Feldhusen.

Gipfel in Paris soll die Lösung bringen

Teile der Regionen Luhansk und Donezk werden seit 2014 von Aufständischen kontrolliert, die durch Russland unterstützt werden. In dem Konflikt wurden UN-Angaben zufolge bisher rund 13 000 Menschen getötet. Zur Lösung des Konflikts soll es am 9. Dezember einen weiteren Gipfel in Paris geben. Auch Deutschland wird vertreten sein.

Selenskyj hofft dabei auf konkrete Fristen für eine stabile Waffenruhe, die Rückkehr der Separatistengebiete unter ukrainische Kontrolle und die Abhaltung von Regionalwahlen. Ein 2015 vereinbarter Friedensplan sah die Beilegung des Konflikts bis Ende jenes Jahres vor.

Das Gipfeltreffen in Paris wäre die erste Begegnung Selenskyjs mit Putin. Der russische Präsident sagte der Agentur Ria Nowosti zufolge, dass er seinen ukrainischen Kollegen bisher nur vom Telefon kenne. «Es scheint mir, dass er ein netter und aufrichtiger Mensch ist.»

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.