Hürriyet

BP baut Pipeline von Aserbaidschan nach Europa

16.10.2020 20:15 Uhr

Der Ölkonzern BP hat Pläne bestätigt, ungeachtet des Berg-Karabach-Konflikts, ab Ende des Jahres Erdgas von Aserbaidschan nach Europa transportieren zu wollen.

Armenien und Aserbaidschan waren in den letzten Wochen in die schlimmsten Kämpfe seitdem Krieg von 1991 bis 1994 verwickelt.

Pipeline kostete fast 35 Mrd. Euro

BP ist Anteilseigener der TransAdriatic Pipeline (TAP), die Teil des Southern Gas Corridor-Projekts ist, mit dem Gas aus dem aserbaidschanischen Offshore-Feld Shah Deniz nach Europa exportiert werden soll. Die Pipeline kostet fast 35 Milliarden Euro, soll voraussichtlich im November fertig gestellt werden und helfen, die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern.

Über den Südkorridor erhält die Türkei zusätzliche 6 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Aserbaidschan und Europa 10 Milliarden Kubikmeter pro Jahr.

Gebaut wird seit 4,5 Jahren

Das TAP-Projekt ist nach fast 4,5 Jahren weitgehend abgeschlossen, teilte BP in einer Erklärung mit. Die 878 Kilometer lange Pipeline führt an der griechisch-türkischen Grenze entlang und geht durch Griechenland und Albanien bis nach Süditalien.

Die Pipeline ist für Europa von geostrategischer und wirtschaftlicher Bedeutung und soll für einen verlässlichen Zugang zu einer neuen Gasquelle sorgen.

An TAP sind mit 20 Prozent BP, SOCAR und Snam beteiligt, Fluxys mit 19 Prozent, Enagas mit 16 Prozent und Axpo mit 5 Prozent.

(an)

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