Hürriyet

Botschafter Musa: Türkei und Frankreich sind weiterhin gute Freunde

19.9.2020 16:32 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Türkei und Frankreich bleiben trotz Meinungsverschiedenheiten enge Freunde, sagte der türkische Botschafter in Paris, Ismail Hakki Musa, am Donnerstag.

"Wir müssen akzeptieren, dass wir in der Vergangenheit bessere Tage hatten. Der Prozess, den wir heute durchlaufen ist jedoch zyklisch. Natürlich gibt es heute ernsthafte Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Nationen, aber das geht vorüber", sagte Ismail Hakki Musa laut Hürriyet Daily News.

Frankreich hat eigene Motive

Der türkische Botschafter sagte, dass Frankreich aus eigenen Gründen an der Seite Griechenlands steht. Es wäre aber besser, bei einem solchen Konflikt nicht auf einer Seite zu stehen und die andere Seite somit herabzuwürdigen. So verstärke man nur die Spannungen.

Die Bohrungen habe man beim ständigen Sicherheitsrat angekündigt und die Aktivitäten des Forschungsschiffs Oruc Reis angemeldet. Musa erinnerte auch daran, dass die griechisch-zypriotische Regierung zwischen 2003 und 2018 Abkommen mit Ägypten und Israel unterzeichnete. Außerdem habe Griechenland ein Abkommen mit Ägypten unterzeichnet. Damit habe man gegen die Grenzen der türkischen Hoheitsgewässer verstoßen.

Türkei leitet eigene Bohrtätigkeit ein

Die Türkei hatte am Ende keine andere Wahl, als 2018 eigene Bohraktivitäten einzuleiten, so Musa. In diesem Licht müsse man auch das Abkommen mit Libyen sehen.

Zuvor hatten türkische Diplomaten die französische Einmischung in den Streit um das östliche Mittelmeer kritisiert.

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