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Botschafter in Berlin einbestellt

2.4.2019 14:48 Uhr

Um gegen die Todesstrafe für Homosexuelle in Brunei zu protestieren hat die Bundesregierung den Botschafter des südostasiatischen Landes einbestellt. Bei dem Gespräch habe man an das Sultanat appelliert, «bestehende internationale Menschenrechtsverpflichtungen einzuhalten", hieß es am Dienstag aus dem Auswärtigen Amt.

"Dabei haben wir unsere Sorge im Zusammenhang mit der Einführung des Scharia-Strafrechts zum Ausdruck gebracht."

Scharia als Grundlage der Gesetzgebung

In dem Kleinstaat auf der Insel Borneo treten an diesem Mittwoch härtere Gesetze in Kraft. Grundlage dafür ist die Scharia, die im weiten Sinne die religiösen und rechtlichen Normen im Islam regelt. Bei gleichgeschlechtlichem Sex droht künftig im schlimmsten Fall die Todesstrafe durch Steinigung. Bislang standen auf Homosexualität in Brunei zehn Jahre Haft.

Proteste vor dem Hotel Bel Air in Los Angeles, nachdemm der als homophob bekannte Sultan von Brunei das Haus übernommen hat. Anm. d. Red.

(an/dpa)