Symbolbild: epa/Alaa Badarneh

Botschaft in Ramallah eröffnet

26.6.2019 13:44 Uhr

In der palästinensischen Stadt Ramallah hat der Oman eine diplomatische Vertretung eröffnet. Die Vertretung werde den Rang einer Botschaft haben, teilte das Außenministerium in Maskat am Mittwoch über Twitter mit.

Damit wolle das Sultanat seine Unterstützung für die Palästinenser fortsetzen. Eine omanische Delegation werde für die Eröffnung nach Ramallah reisen. Die Stadt liegt im von Israel besetzten Westjordanland. In Ramallah sitzt die palästinensische Autonomiebehörde.

Oman hat keine diplomatischen Beziehungen zu Israel

Bislang haben erst wenige arabische Staaten in den palästinensischen Gebieten diplomatische Vertretungen eröffnet, darunter Ägypten, Jordanien und Tunesien. Ägypten und Jordanien haben als einzige arabische Länder auch Friedensverträge mit Israel geschlossen. Die Golfländer erkennen Israel hingegen nicht an.

Hinter den Kulissen war es zuletzt aber zu einer Annäherung gekommen. So ist der Golfstaat Bahrain in dieser Woche Gastgeber einer Konferenz zur Förderung der palästinensischen Wirtschaft. Zu dem Treffen sind auch israelische Journalisten angereist.

Der Oman im Südosten der arabischen Halbinsel pflegt keine diplomatischen Beziehungen zu Israel. Das Land verfolgt unter Führung von Sultan Kabus eine eigenständige Außenpolitik und bemüht sich in den Krisen der Region um eine ausgleichende Haltung. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte den Oman im vergangenen Oktober besucht und sich dort mit Sultan Kabus getroffen.

(an/dpa)

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