Botschaft in Nigeria geschlossen

6.9.2019 8:16 Uhr

Südafrika hat seine Botschaft in Nigeria geschlossen. Grund sind die Angriffe auf südafrikanische Unternehmen in Nigeria. Dies sei eine Sicherheitsmaßnahme, um die Belegschaft in der Wirtschaftsmetropole Lagos zu schützen, sagte eine Sprecherin dem Fernsehsender eNCA am Donnerstag.

In Lagos, der Universitätsstadt Ibadan sowie der Großstadt Uyo waren am Mittwoch Läden und Büros in Brand gesteckt und geplündert worden. Auslöser der Unruhen waren Tage zuvor Übergriffe gegen Migranten in Johannesburg und der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria gewesen. Die gewalttätigen Übergriffe trafen vor allem Migranten aus anderen Ländern Afrikas. Fünf Menschen starben, die Polizei nahm mehr als 100 Verdächtige fest.

Gezielte Anschläge gegen Südafrikaner

Während die südafrikanische Regierung allgemein von Kriminalität spricht, berichten die Medien des Landes immer wieder von gezielten Anschlägen gegen ausländische Ladenbesitzer und Lastwagenfahrer. Bereits in der Vergangenheit wurden Einwanderer aus Nachbarländern wie Lesotho, Mosambik und Simbabwe verantwortlich gemacht für die hohe Arbeitslosigkeit im Land.

(an/dpa)

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