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Bombendrohungen in Moskau und St. Petersburg

5.2.2019 15:46 Uhr

In Russland mussten heute aufgrund einer Serie von Bombendrohungen per E-Mail über 100 öffentliche Gebäude in der Hauptstadt Moskau und der zweitgrößten Stadt St. Petersburg geräumt werden. Dabei wurden mehr als 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht - wegen falschen Alarms.

In St. Petersburg hatte es in den vergangenen Tagen bereits ähnliche Drohungen gegeben. Bei anschließenden Durchsuchungen wurden keine Bomben gefunden.

Russlandweite Räumungen

Allein in Moskau wurden rund 90 öffentliche Einrichtungen geräumt - darunter Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Ämter, Einkaufs- und Handelszentren, wie die Nachrichtenagenturen Tass und Ria Nowosti meldeten. In der Umgebung der Hauptstadt waren laut Tass weitere 40 Gebäude von dem falschen Alarm betroffen. Bereits in der vergangenen Woche waren in St. Petersburg und in anderen Städten wie Wolgograd 55 Gebäude geräumt worden.

Bombendrohungen aus dem Ausland

Die russischen Behörden gaben demnach an, die Mails mit den Bombendrohungen seien aus dem Ausland gekommen, vor allem aus der Ukraine. Ende 2017 hatte es schon einmal eine Welle von anonymen Bombendrohungen in Russland gegeben, die allerdings per Telefon eingingen. Auch damals wurden keine Bomben entdeckt. Der Geheimdienst FSB teilte später mit, hinter den Anrufen hätten im Ausland lebende Russen gesteckt, die über ein Netz an Komplizen in Russland verfügten.

Der wirtschaftliche Schaden, der durch die Drohungen entstanden ist, ist schwer zu beziffern. Nach Schätzungen russischer Sicherheitsbehörden dürfte er aber bei einigen hundert Millionen Rubel liegen. Das entspricht mehreren Millionen Euro.

(sis/afp)