imago/Zuma Press

Bollywood in Berlin: "Gully Boy" feiert Premiere

10.2.2019 9:55 Uhr

Am Samstagabend wurde es laut auf dem roten Teppich bei der Weltpremiere des indischen Films "Gully Boy" im Friedrichsstadt-Palast. Zahlreiche Fans kamen, um die Stars Ranveer Singh und Alia Bhatt zu sehen.

In dem Film der indischen Regisseurin Zoya Akhtar spielt Hauptdarsteller Singh den 22-jährigen Muslim Murad aus einem Slum in Mumbai, Bhatt spielt die junge Muslima Safeena. Zwischen familiären und finanziellen Problemen entdeckt Murad seine Leidenschaft zum Rap und findet in sozialkritischen Texten eine willkommene Ausdrucksform.

Bollywood trifft auf Hip-Hop

Bollywood und Hip-Hop, das habe es so noch nicht gegeben, sagten mehrere Fans im Saal. Während der zweieinhalbstündigen Vorstellung brach das Publikum immer wieder in Jubel aus. Im Anschluss an die Premiere gab der 33-jährige Singh als Zugabe einen Rap aus dem Film zum besten.

Die Hip-Hop-Szene in Indien sei noch sehr jung, sagte Singh vor der Vorstellung. Viele Rapper stammten aus armen Verhältnissen, ihre Geschichten fänden sich in den meisten Bollywood-Produktionen nicht wieder. Der Film mache die Musik nun zum Mainstream. "Das hat das Potenzial zu einer Musikrevolution in Indien", so der Schauspieler.

Liebe, Sozialkritik und jede Menge Musik

Die Handlung des Films sei inspiriert von den Biografien der indischen Rapper Naezy und Divine, sagte Regisseurin Zoya Akhtar, deren Film in der Reihe Berlinale Special Gala läuft. Auch der Titel des Films ist eine Referenz an die indische Hip-Hop-Szene, die sich Gully-Rap nennt, was übersetzt Straßen-Rap heißt.

Die typischen Bollywood-Elemente fehlten dem Film trotzdem nicht: eine Liebesgeschichte, Musical-Elemente und - Achtung, Spoiler - ein großes Happy-End.

(be/dpa)

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