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Bolivianischer Präsident Morales bekommt Asyl in Mexiko-Stadt

12.11.2019 23:04 Uhr

Am Montag erklärte der bolivianische Präsident Evo Morales seinen Rücktritt, am Dienstag ist er in Mexiko-Stadt gelandet, wo ihm Asyl gewährt wurde.

"Der Kampf geht weiter", sagte der 60-Jährige bei seiner Ankunft am Flughafen von Mexiko-Stadt. Morales hatte am Montag seinen Rücktritt erklärt, nachdem es Massenkundgebungen gegen ihn gegeben und er auch den Rückhalt von Armee und Polizei verloren hatte.

"Putsch"?

Morales wiederholte in Mexiko seinen Vorwurf, dass er durch einen "Putsch" aus dem Amt gedrängt worden sei. Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador sagte, er sei "sehr stolz" darauf, dass die von ihm geleitete, linksgerichtete Regierung Morales das "Recht auf Asyl" gewähre. Die Ausreise von Morales aus Bolivien gestaltete sich nach Angaben des mexikanischen Außenministers Marcelo Ebrard ausgesprochen kompliziert, weil in Bolivien nicht klar gewesen sei, wer Entscheidungen fällen sollte und weil der mexikanischen Regierungsmaschine von mehreren Staaten Überflugrechte oder die Möglichkeit zum Auftanken verweigert wurde.

(be/afp)

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