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Börsen in Europa rutschen ins Minus

29.3.2020 17:01 Uhr

Drei Tage lang sah es so aus, als ob sich die Bärsen Europas wieder erholen. Doch am Freitag sind die Akteinmärkten erneut ins Stocken geraten. Börsianer begründeten dies mit negativen Nachrichten aus Italien, Spanien und den USA zu den Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

Der EuroStoxx 50 notierte am späten Vormittag 2,7 Prozent tiefer bei 2771 Punkten. Auf Wochensicht deutet sich für den Eurozonen-Leitindex aber dennoch ein satter Gewinn von knapp 9 Prozent an.

Notenbanken kämpfen gegen Corona-Krise

Der französische Cac 40 verlor am Freitag 3,0 Prozent auf 4405 Zähler. Der Londoner FTSE 100 gab fast vier Prozent auf 5586 Punkte nach.

Die Notenbanken und Regierungen versuchen derzeit weltweit mit allen Mitteln, sich gegen die Corona-Krise zu stemmen. Allerdings bestünden berechtigte Zweifel, dass es sich bereits um eine nachhaltige Erholung handele, gab Marktanalyst Milan Cutkovic von AxiTrader zu bedenken. "Da die Konjunkturmaßnahmen nun aber in den Kursen enthalten sind, braucht es Anzeichen dafür, dass die Pandemie unter Kontrolle gebracht werden und ein Ende des wirtschaftlichen Stillstands damit einkalkuliert werden kann. Dann würden auch Investoren wieder Licht am Ende des Tunnels sehen", erklärte Cutkovic.

Aus Branchensicht standen europaweit die Sektoren Immobilien, Autos und Banken mit Verlusten von jeweils rund 4 Prozent am stärksten unter Verkaufsdruck. Das geringste Minus von rund 1,6 Prozent verzeichneten Aktien aus dem Bereich Gesundheit.

(an/dpa)

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