Symbolbild: imago images/Xinhua

Börse weiterhin stabil

20.3.2020 18:36 Uhr

Am Freitag stabilisieren sich die Kurse am deutschen Aktienmarkt weiter. Der Leitindex Dax stieg am Vormittag um 5,6 Prozent auf 9085,89 Punkte und überwand damit wieder die Marke von 9000 Punkten. Am Vortag hatte er bereits um zwei Prozent zugelegt. «Von einer Erholung zu sprechen, wäre verfrüht. Aber wir sehen zumindest erste Anzeichen einer Stabilisierung an den Börsen», schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Der MDax stieg um 5,9 Prozent auf 19 663,08 Punkte. Von den 60 Indextiteln verzeichneten zehn Aktien prozentual zweistellige Aufschläge. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 5,7 Prozent zu.

Bald ist Hexensabbat

Für Bewegung könnte in Kürze der sogenannte Hexensabbat sorgen. Am Mittag laufen an der Derivatebörse Eurex Terminkontrakte und Optionen auf den Dax und den EuroStoxx 50 aus. Das sorgt bisweilen für kräftige, fundamental nicht erklärbare Ausschläge.

An die Spitze des Dax setzten sich Allianz-Aktien mit einem Plus von 14,4 Prozent. Munich Re erholten sich um 4 Prozent.

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten mit einem Plus von 8 Prozent die Aktien von Siemens. Konzernchef Joe Kaeser zeigte sich zuversichtlich, gut und robust durch die Pandemie des neuartigen Coronavirus zu kommen. Am Donnerstagabend war bekannt geworden, dass bei Siemens nicht nur - wie erwartet - Joe Kaeser sukzessive von seinem Vize Roland Busch an der Konzernspitze abgelöst wird, sondern überraschend auch der designierte Chef von Energy, Michael Sen, das Unternehmen verlässt.

Für Aufsehen sorgte die Osram-Aktie mit einer Rally von 30 Prozent. Der österreichische Sensorhersteller AMS hat trotz des Kursverfalls seiner Aktien die Pläne für den Kauf des deutschen Lichtkonzerns bekräftigt. An der Börse war zuletzt auf ein Scheitern des Deals spekuliert worden, nun machte sich entsprechende Erleichterung breit.

Der Solar- und Windparkbetreiber Encavis rechnet nicht mit größeren Auswirkungen des Coronavirus. Der Kurs der Aktie schnellte um 13 Prozent nach oben. Der Werbevermarkter Ströer zeigte sich zuversichtlich für das kommende Jahr, dürfte die Ziele für 2020 aber verfehlen. Nach anfänglichen Kursgewinnen gaben die Papiere zuletzt um 3,7 Prozent nach.

(an/dpa)

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