imago images / Panthermedia

Bodrum auf dem Weg zur Luxus-Destination der Türkei

29.9.2020 9:53 Uhr

Die Pandemie hat viele Urlaubsregionen in der Türkei besonders hart getroffen – doch in Bodrum haben es die einheimischen Besucher "herausgerissen", so der Bürgermeister der Ägäis-Stadt Ahmet Aras. Zudem sei Bodrum immer mehr auf dem Weg, zu einer der Luxus-Adressen für Urlaub in der Türkei zu werden – sowohl Privatleute als auch große Unternehmen würden trotz Corona-Krise investieren.

Natürlich habe es in diesem Sommer schwere Einbrüche bei den ausländischen Touristen gegeben, verriet Aras im Gespräch mit Wirtschaftsreportern in Bodrum. Rund 90 Prozent weniger ausländische Touristen seien gekommen, wobei es im Zeitraum von Januar bis August immerhin noch 100.000 waren. Doch es gab auch einen kleinen Silberstreif: "Trotz der Pandemie strömten seit Juli einheimische Touristen nach Bodrum. Mit der Ankunft derjenigen, die hier über einen Zweitwohnsitz verfügen, ist Leben in die Region gekommen", so Aras.

Saison verlängert

Wie auch schon in Antalya, wurde auch die Saison in Bodrum verlängert. Die Hotelauslastung liege immer noch auf einem guten Niveau, erzählte Aras. Und auch die einheimischen Urlauber, die normalerweise im September wieder zu ihren Erstwohnsitzen reisen würden, sei noch vor Ort. Viele würden planen, den Winter in Bodrum zu verbringen.

Bereits zuvor hatte Aras erklärt, dass sich die Einwohnerzahl Bodrums von 180.000 im Winter auf rund 400.000 in den Sommermonaten erhöhen würde – doch diesmal bleiben die "Extras" hier. Deshalb sollten sich die Leute auch in Bodrum anmelden, damit man von den finanziellen Unterstützungen der Regierung profitieren und den Einwohnern einen "noch besseren Service" bieten könne, erklärte Aras.

Run auf Bodrum

Bodrum sei mittlerweile auf dem Weg zu einer der Top-Luxus-Destinationen der Türkei, zeigt sich der Bürgermeister selbstbewusst. "Die Menschen konkurrieren fast darum, für einen Urlaub nach Bodrum zu kommen, hier ein Haus zu kaufen, hier zu leben oder zu investieren", so Aras.

Man unternehme nun entschlossene Schritte, Bodrum zum Zentrum des High-End- und Luxus-Tourismus zu machen. Ein Schritt auf dem Weg dorthin seien die weltberühmten Jachthäfen in Turgutreis, Yalikavak und Bodrum.

Investitionen von fünf Milliarden Dollar

Aras erklärte, dass sich die zunehmenden in- und ausländischen Investitionen in den letzten Jahren während der Pandemie nicht verlangsamt hätten: "Die seit Jahren stillgelegten und unfertigen Hotels wurden von wichtigen Gruppen übernommen und mit der Renovierung begonnen. Es wurden neue Projekte im Bereich Tourismus und Immobilien umgesetzt. Derzeit hat die Größe der Investitionen in Bodrum in allen Bereichen wie Hotels, Immobilien, Krankenhäuser, Gesundheitstourismus, Sport und Infrastruktur fünf Milliarden Dollar erreicht. Wir gehen davon aus, dass dieser Betrag noch weiter steigen wird."

(be)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.