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Boca Juniors fordern erneute Vertagung des Finales

25.11.2018 18:00 Uhr

Das Finale der Copa Libertadores zwischen den Stadtrivalen River Plate und Boca Juniors steht weiterhin auf der Kippe.

Die Boca Juniors forderten eine neuerliche Vertagung nach den schweren Ausschreitungen, die am Samstag zur Verlegung des Fußball-Spiels auf Sonntag geführt hatten. Der Verein beantragte beim südamerikanischen Dachverband CONMEBOL, das Final-Rückspiel "unter gleichwertigen Bedingungen" auszutragen. Diese Bedingungen seien zur Zeit nicht gegeben, hieß es in einer Mitteilung auf der Webseite des Clubs aus Buenos Aires.

Schnittwunden und Atembeschwerden

Mehrere Boca-Profis hatten bei Angriffen von River-Fans auf den Mannschaftsbus der Juniors am Samstag Schnittwunden erlitten und später über Atembeschwerden geklagt. Der Bus war unter anderem mit Steinen beworfen worden. CONMEBOL verlegte nach zweifacher Verschiebung das Spiel im Stadion von River Plate auf Sonntag (21.00 Uhr). Der neue Vertagungsantrag der Boca Juniors muss von dem Dachverband im Expressverfahren beantwortet werden. Wenige Minuten nach Bekanntgabe des Antrags wurden die Tore des Stadions für die Fans geöffnet.

Die 66.000 Eintrittskarten für das Rückspiel um den Titel der südamerikanischen Champions League sind allesamt an River-Fans verkauft worden. Seit 2013 dürfen in ganz Argentinien wegen zahlreicher Gewalttätigkeiten keine Gästefans mehr ins Stadion. Vor dem Stadion war es am Samstag zu zahlreichen Zusammenstößen von Fans ohne Ticket mit der Polizei gekommen, bei denen 56 Menschen festgenommen wurden. Es waren 2100 Polizisten im Einsatz. Das Hinspiel im Boca-Stadion war 2:2 (2:1) ausgegangen.

(be/dpa)