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Blackout in Venezuela: Riesiger Stromausfall stürzt Krisenstaat in Dunkelheit

8.3.2019 7:59 Uhr

Weite Teile des südamerikanischen Venezuela wurden durch einen riesigen Stromausfall am Donnerstag in Dunkelheit versetzt. Medienberichten zufolge waren sogar 23 der 24 Bundesstaaten von dem Stromausfall betroffen. Eine gute Gelegenheit für Staatschef Nicolas Maduro, die USA auch dafür verantwortlich zu machen.

In der Hauptstadt Caracas fiel am späten Nachmittag der Strom aus. Es folgte ein Verkehrschaos, weil die U-Bahn und zahlreiche Ampeln ausfielen. Probleme gab es auch am Hauptstadtflughafen Simon Bolivar. Bewohner der Stadt, die als eine der gefährlichsten der Welt gilt, versuchten vor Einbruch der Dunkelheit nach Hause zu kommen. Auch Stunden nach Beginn des Stromausfalls gab es keine Stromversorgung.

Es sei ein "Sabotage"-Akt

Die Regierung des umstrittenen Staatschefs Nicolas Maduro sprach von einem "Sabotage"-Akt gegen das größte Wasserkraftwerk des Landes, Guri. Maduro selbst machte die USA für den Stromausfall verantwortlich. Im Kurzbotschaftendienst Twitter sprach der Linksnationalist von einem "vom amerikanischen Imperialismus angekündigten und geführten Stromkrieg gegen unser Volk":

In dem unter einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise leidenden Venezuela kommt es immer wieder zu Stromausfällen. Die Behörden sprechen regelmäßig von Sabotage. Kritiker werfen der sozialistischen Regierung dagegen vor, nicht ausreichend in den Unterhalt der Infrastruktur zu investieren.

(sis/afp)