Symbolbild: imago/ITAR-TASS

Blackbox des Unglücks-Fliegers kann nicht ausgewertet werden

13.3.2019 16:28 Uhr

Es sei nicht möglich, die Blackbox der abgestürzten Boeing 737 MAX 8 in Äthiopien auszuwerten. Offenbar wird eine Untersuchung im Ausland notwendig sein.

Es gebe nicht die erforderliche technische Ausrüstung, um die Daten in Äthiopien auszulesen, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines am Mittwoch. "Es könnte sein, dass sie ins Ausland geschickt werden." Zuvor hatte bereits Airline-Chef Tewolde GebreMariam dem US-Sender CNN gesagt, infrage kämen möglicherweise die USA oder ein "näher gelegenes Land in Europa" für eine möglichst schnelle Untersuchung.

Zweiter Absturz innerhalb eines halben Jahres

Eine Ethiopian-Airlines-Maschine war am Sonntagmorgen kurz nach dem Start von Addis Abeba Richtung Nairobi abgestürzt. Alle 149 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Der Pilot hatte nach Angaben der Fluggesellschaft Probleme gemeldet und um die Erlaubnis gebeten, kehrt zu machen. Kurze Zeit später zerschellte die Maschine. Die Blackboxes, also Flugdatenschreiber und Stimmenrekorder, wurden am Montag gefunden.

Es war bereits das zweite Unglück innerhalb eines halben Jahres mit dem Flugzeugtyp. Im Oktober war eine Boeing 737 MAX 8 der indonesischen Fluggesellschaft Lion Air kurz nach dem Start verunglückt. Es ist höchst ungewöhnlich, dass binnen kurzer Zeit zwei Flugzeuge eines neuen Modells abstürzen. Maschinen des Typs dürfen inzwischen in zahlreichen Ländern vorerst nicht mehr fliegen.

(sis/afp)