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BKA will massiver gegen ausländische Clans vorgehen

18.1.2019 9:57 Uhr

Kritiker werfen der Politik sowie den Ermittlungsbehörden vor, sie würden vor kriminellen ausländischen Clans und den entsprechenden Großfamilien kapitulieren. Das soll sich ändern. Darum plant das Bundeskriminalamt (BKA), sich verstärkt diesem kriminellen Umfeld zu widmen, Strukturen transparent zu machen und die Strafverfolgung zu intensivieren.

Das Bundeskriminalamt (BKA) will sich intensiver als bisher um Straftaten ausländischer Clans kümmern. Wie eine BKA-Sprecherin den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Freitag mitteilte, wird im nächsten sogenannten Lagebild zur organisierten Kriminalität im Frühjahr erstmals ein Kapitel mit der Überschrift "Kriminelle Mitglieder von Großfamilien ethnisch abgeschotteter Subkulturen" enthalten sein.

Kooperation zwischen BKA und der Landespolizei

Die Sprecherin erklärte zur Begründung, die Kriminalität von Angehörigen türkisch-, kurdisch- und arabischstämmiger Großfamilien zeichne sich "durch eine grundsätzlich ethnisch abgeschottete Familienstruktur aus, die unter Missachtung der vorherrschenden staatlichen Strukturen, deren Werteverständnis und Rechtsordnung eine eigene, streng hierarchische, delinquente Subkultur bildet".

Ermittlungsschwerpunkte bestünden derzeit in Berlin, Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Soweit erforderlich unterstütze das BKA hier die Länder. Diese trügen umgekehrt Erkenntnisse zum Lagebild bei.

(ce/afp)