imago images / Jacob Schröter

Björn Höcke löst "Flügel" auf

21.3.2020 18:48 Uhr

In einem Interview soll sich Björn Höcke als Gründer dahingehend geäußert haben, dass der "Flügel" in der AfD aufgelöst wird. Das hatte der Bundesvorstand gefordert, nachdem der Verfassungsschutz den Teil der AfD als "rechtsextrem" eingestuft worden war und die Partei wohl Wählereinbußen befürchtete.

Der rechtsextreme "Flügel" in der AfD ist offenbar aufgelöst. Sein Gründer Björn Höcke sagte in einem am Samstagabend veröffentlichten Interview, die Forderung des AfD-Bundesvorstands zur Auflösung des "Flügels" habe dieser "längst umsetzt: seine Historisierung". Der AfD-Vorstand hatte am Freitag gefordert, die Gruppierung müsse sich bis Ende April auflösen. Vergangene Woche war der "Flügel" vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft worden.

Kubitschek interviewt Höcke

Höcke äußert sich in einem Interview mit dem neurechten Verleger Götz Kubitschek, das auf dessen Website veröffentlicht wurde. Seit der Gründung des "Flügels" vor fünf Jahren habe sich "die AfD sehr gut entwickelt", sagte Höcke. "Und so notwendig unser Impuls vor fünf Jahren war: Nun brauchen wir einen Impuls, der über den Flügel hinausweist und die Einheit der Partei betont", fügte der thüringische Landes- und Fraktionschef hinzu.

"Nun geht das, worüber wir längst nachdenken, eben schneller", sagte Höcke weiter. Der brandenburgische AfD-Chef Andreas Kalbitz, er selbst und andere "politikfähige 'Flügler'" würden "ihren politischen Kurs im Sinne der AfD weiterführen", sagte Höcke weiter.

Zuletzt aktualisiert : 3/21/2020 18:58

(ce/afp)

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