dpa

Biontech startet Impfstoffproduktion in Marburg

10.2.2021 20:39 Uhr

Das Mainzer Unternehmen Biontech hat in seinem neuen Werk im hessischen Marburg mit der Produktion seines Corona-Impfstoffs begonnen. Als erster Schritt werde der Botenstoff mRNA hergestellt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Biontech hatte vor wenigen Tagen die arzneimittelrechtliche Erlaubnis dafür erhalten. Im ersten Halbjahr 2021 sollen in Marburg 250 Millionen Dosen des Impfstoffs von Biontech und seines US-Partners Pfizer hergestellt werden. Die ersten am Standort Marburg hergestellten Impfstoffe werden nach Unternehmensangaben voraussichtlich Anfang April ausgeliefert. Sobald das Werk in Mainz voll betriebsbereit ist, will Biontech dort bis zu 750 Millionen Dosen des Covid-19-Impfstoffs jährlich herstellen. Der neue Standort in Mittelhessen gilt als wichtiger Pfeiler in dem Bemühen von Biontech und Pfizer, in diesem Jahr die weltweite Produktionskapazität auf zwei Milliarden Dosen des Impfstoffs zu erhöhen. Biontech hatte das Werk vom Schweizer Pharmakonzern Novartis übernommen. Der Standort liegt auf historischem Grund, auf dem Gelände der ehemaligen Behringwerke. Aktuell beschäftigen hier rund zehn Firmen insgesamt etwa 6500 Mitarbeiter.

Auch Astrazeneca investiert in Deutschland

Unterdessen kündigte am Mittwoch der Impfstoffhersteller Astrazeneca an, neue Kapazitäten in Deutschland schaffen zu wollen. Die Anlagen sollen in Zusammenarbeit mit der Firma IDT Biologika in Sachsen-Anhalt entstehen, sind voraussichtlich aber erst in mehr als anderthalb Jahren startklar. Die Anlagen könnten auch von anderen Firmen mit ähnlicher Impfstoff-Technologie genutzt werden, erklärte Astrazeneca. Damit entstünde bei IDT Biologika eine der größten Impfstoffanlagen dieser Art in Europa.

(dpa)

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