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Biontech: Mitte November soll Corona-Impfstoff zugelassen werden

2.11.2020 13:06 Uhr

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in fast allen Ländern der Welt weiter an, die Suche nach einem Impfstoff läuft auf Hochtouren. Eine Vorreiterrolle nimmt das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech von Prof. Dr. Ugur Sahin ein, bei dem jetzt alles ganz schnell gehen könnte: Die Firma rechnet nach eigenen Angaben mit ersten aussagekräftigen Ergebnissen bei den laufenden Wirksamkeitstests seines Corona-Impfstoffkandidaten in den nächsten Tagen, eine Zulassung soll dann schon bald folgen.

"Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir den ersten sogenannten Readout haben, wo wir sehen, ob der Impfstoff in der Lage ist zu schützen. Bis Mitte November werden wir dann nicht nur Aktivitäts-, sondern auch Verträglichkeitsdaten haben", sagte Biontech-Chef Ugur Sahin in einem Fernseh-Interview mit dem VRM-Medienhaus.

Zulassung schon Mitte November?

Sollten diese Daten positiv ausfallen, würden die Unterlagen bis Mitte November bei der US-Zulassungsbehörde FDA eingereicht. Zudem stehe Biontech bereits mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) in einem sogenannten rollierenden Verfahren. "Das bedeutet, wir reichen, immer wenn wir neue Daten haben, bei der Behörde die Daten ein, so dass sie in Echtzeit überprüft werden können."

Diese Behörden könnten dann basierend auf diesen Ergebnissen über eine Notfallzulassung entscheiden. "Wenn die Genehmigung stattfindet, ist die nächste Frage: Können wir prinzipiell Impfstoff liefern?", erläuterte Sahin die weiteren Schritte. "Wir haben schon angefangen, Impfstoff zu produzieren. Der lagert bei uns, ist in den Qualitätskontrollen und noch nicht freigegeben." Diese Freigabe würde nur dann erfolgen, wenn eine Genehmigung vorliege. "Diese Schritte können prinzipiell noch dieses Jahr erfolgen."

Sahin: Immunität dauert ein Jahr

Zur möglichen Wirksamkeitsdauer eines Impfschutzes sagte Sahin, der mögliche Impfstoff ahme die natürliche Infektion nach. "Wir gehen davon aus, dass eine Immunität bestehen wird, die aus meiner Sicht mindestens ein Jahr anhalten wird. Dann wäre eine jährliche Nachimmunisierung erforderlich. Ich gehe davon aus, dass wir wahrscheinlich sogar länger warten können."

(bl/dpa)

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