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Biontech-Gründer Sahin: Rückkehr zur Normalität im Winter 2021

16.11.2020 11:48 Uhr

Der Impfstoff gegen das Coronavirus wird bereits produziert und soll noch in diesem Jahr ausgeliefert werden. Doch Biontech-Mitbegründer Ugur Sahin geht davon aus, dass ein "normales" Leben erst im Winter 2021 möglich sein wird. Und das auch nur, wenn im kommenden Jahr eine hohe Impfquote erreicht wird. "Das ist absolut essentiell", sagte der 55-Jährige dem britischen TV-Sender BBC. Es könne aber gelingen, fügte er an.

Auch wenn der Impfstoff schon in diesem oder spätestens Anfang nächsten Jahres zur Verfügung stehen soll, sei davon erst einmal wenig zu spüren. Den Menschen stehe ein "harter Winter" bevor. Biontech habe sich jedoch zum Ziel gesetzt, 300 Millionen Impfdosen bis April zu liefern. "Dann kann schon ein Effekt auftreten", erklärte Sahin.

Auf Biontech ruhen die Hoffnungen

Auf dem vom Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und US-Partner Pfizer entwickelte Impfstoff ruhen weltweit große Hoffnungen. Zuletzt sorgte die Meldung, dass der Impfstoff in der finalen klinischen Phase eine Wirksamkeit von 90 Prozent besitzen soll, für Furore. Prof. Sahin erklärte auch, dass bei den Tests bisher keine Nebenwirkungen des Impfstoffs gefunden worden wären.

Investoren glauben an Sahin und Türeci

Auch die Investoren von Biontech stehen voll und ganz hinter Prof. Dr. Ugur Sahin und Dr. Özlem Türeci. Thomas Strüngmann und Michael Motschmann, beides Investoren von Biontech, halten die Gründer der Firma für "hoch integer, fleißig und außergewöhnlich intelligent". Sie blicken auch auf eine lange gemeinsame Vergangenheit zurück, denn schon bei der ersten Firma von Sahin und Türeci, Ganymed, waren die Investoren mit an Bord. "Ganymed war unser erstes gemeinsames Investment 2007. Ugur und Özlem saßen in meinem Büro, ich war sofort fasziniert von ihnen", erzählt Motschmann der Süddeutschen Zeitung über ihre erste Zusammenkunft.

Strüngmann zeigt sich vom Impfstoff überzeugt und führt an, dass bei 22.0000 Probanden bis dato keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufgetreten seien. Und natürlich wollen sich die Beiden auch impfen lassen.

(bl)

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