DHA

Bildungsminister: Schulen in der Türkei öffnen erst, wenn es für Schüler sicher ist

13.5.2020 15:59 Uhr

An der Öffnung der Schulen in Zeiten des Coronavirus scheiden sich die Geister. Während manche Bundesländer in Deutschland die Schulen nicht schnell genug öffnen können, hat Ziya Selcuk, Bildungsminister der Türkei, diesbezüglich eine sehr klare Haltung: "Die Schulen öffnen dann, wenn es für die Kinder, die Lehrkörper und Familien sicher ist."

Das bedeutet: Die Schulen in der Türkei werden dann wieder geöffnet, wenn es für rund 18 Millionen Schülerinnen und Schüler völlig sicher ist. Und der Unterricht mit physischer Anwesenheit in den Klassenräumen, wird erst nach Empfehlung des Gesundheitsministeriums und des Wissenschaftsrates fortgesetzt, sagte Bildungsminister Ziya Selcuk weiter. "Es gibt nur eine Antwort auf die Frage, wann die Schulen wiedereröffnet werden: Sie werden zum richtigen Zeitpunkt und auf die sicherste Weise für unsere Kinder, Lehrer und Familien wiedereröffnet. Wissenschaftliche Daten werden uns über dieses Datum der Wiedereröffnung und deren Umsetzung Auskunft erteilen", schrieb Selcuk am 12. Mai auf Twitter.

Türkei: Schulöffnungen brächten rund 19 Millionen Menschen auf die Straßen

Am 16. März wurden alle Grund-, Sekundar- und Oberschulen geschlossen und ein Fernunterrichtsprogramm für 18 Millionen Schülerinnen und Schüler gestartet. Die Schulen werden bis zum 31. Mai geschlossen sein, aber die Regierung hat noch nicht angekündigt, ob sie zu dem Datum wiedereröffnet oder die Schließung verlängert wird. "Als Bildungsminister möchte ich die Menschen bitten, den Zeitpunkt der Wiedereröffnung der Schulen nicht als einen einfachen Tag im Kalender zu betrachten", sagte er. "Durch die Wiedereröffnung der Schulen werden 18 Millionen Schüler und eine Million Lehrer ihre Wohnungen verlassen, zur Schule gehen und nach Hause zurückkehren, um ihre Familien zu treffen. Es ist eine Frage der öffentlichen Gesundheit und das Handeln im Einklang mit wissenschaftlichen Überlegungen ist eine Voraussetzung", betonte Selcuk.

Die Türkei startete am 23. März, zwölf Tage nachdem das Land seinen ersten Covid-19-Fall offiziell gemeldet hatte, ein fernsehbasiertes und digitales Fernstudium für rund 18 Millionen Grund-,und Sekundarschüler sowie und Gymnasiasten. Der Fernunterricht wird über drei Kanäle ausgestrahlt, die von der staatlichen türkischen Radio- und Fernsehgesellschaft (TRT) und dem Bildungsnetzwerk EBA bereitgestellt werden.

(ce)

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