epa/Jim Lo Scalzo

Biden entscheidet bald über Präsidentschaftskandidatur

6.4.2019 0:23 Uhr

Joe Biden, der ehemalige Vizepräsident der USA, hat eine baldige Entscheidung, ob er sich um die Kandidatur für die Präsidentschaftswahl aufstellen lässt, angekündigt. "Ich stehe sehr kurz vor einer Entscheidung", sagte Biden am Freitag in Washington.

Der Demokrat war von 2009 bis 2017 Vize des damaligen US-Präsidenten Barack Obama gewesen. Seit langem wird über eine mögliche Präsidentschaftskandidatur Bidens spekuliert - immer wieder befeuert durch seine eigenen Aussagen.

Zuletzt waren Vorwürfe mehrerer Frauen aufgetaucht, die beklagten, Biden habe sich ihnen gegenüber in der Vergangenheit übergriffig verhalten - durch ungebetene körperliche Nähe oder ungewollte Liebkosungen wie etwa einen Kuss auf den Hinterkopf.

Soziale Normen haben sich geändert

Biden hatte zunächst erklärt, er glaube nicht, dass er sich unangemessen verhalten habe. Falls doch, wolle er voller Respekt zuhören. Am Mittwoch veröffentlichte er dann ein kurzes Video auf Twitter, in dem er Besserung gelobte und sagte: "Ich werde künftig aufmerksamer und respektvoller sein mit dem persönlichen Raum von Menschen." Die sozialen Normen im Umgang mit dem persönlichen Raum von Menschen hätten sich geändert. Das verstehe und respektiere er.

Am Freitag sagte er, es tue ihm leid, wenn er jemanden in eine unangenehme Lage gebracht habe. Das sei nie seine Absicht gewesen. "Ich war nie absichtlich respektlos."

Zuvor hatte er bei einer Gewerkschaftstagung versucht, mit Humor auf die Anschuldigungen zu reagieren. Als Biden auf die Bühne kam, umarmte er den Chef der Gewerkschaft und ließ das Publikum danach wissen: "Ich hatte die Erlaubnis, Lonnie zu umarmen." Später holte er mehrere Kinder auf die Bühne, schüttelte ihnen die Hände und legte einem Jungen einen Arm um die Schulter. Auch hier sagte er: "Übrigens - er hat mir die Erlaubnis gegeben, ihn anzufassen."

(an/dpa)

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