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Biathlon-Olympiasieger Schipulin: Karriereende

25.12.2018 11:03 Uhr

"Dieser Wettbewerb wird mein letzter sein", sagte der 31-Jährige im Rahmen einer Pressekonferenz in Moskau.

Für ihn mache es keinen Sinn, sich selbst, seine Familie und seine Fans weiter im Ungewissen zu lassen, "Ich habe nicht mehr die nötige Motivation", sagte der Staffel-Olympiasieger von 2014. Zudem sei seine Gesundheit nach den vielen Jahren Leistungssport nicht mehr die allerbeste: "Ich war in den letzten Monaten immer wieder krank."

Doping-Vorwürfe

Ausschlaggebend für die Entscheidung sei aber letztlich die Tatsache gewesen, dass er im Zuge des russischen Dopingskandals nicht bei den Winterspielen im Februar dieses Jahres in Pyeongchang antreten durfte. "Ich war gut vorbereitet und hätte eine gute Chance gehabt", sagte Schipulin, der offiziell nie positiv getestet wurde.

Anfang Dezember hatten zudem die österreichischen Behörden einige Mitglieder des russischen Biathlon-Teams, darunter auch Schipulin, wegen möglicher Dopingverstöße ins Visier genommen. Es geht um die WM 2017 in Hochfilzen, wo reihenweise russische Biathleten gedopt an den Start gegangen sein sollen - und bis heute unbehelligt blieben. "Ich habe den Anti-Doping-Code niemals verletzt", sagte Schipulin, "aber ich habe keine Energie mehr, mich immer wieder gegen diese Vorwürfe zu wehren."

(sis/afp)