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Beziehung: Keine Konfliktgespräche in der Quarantäne

22.3.2020 13:47 Uhr

Das Coronavirus sorgt für Herausforderungen auf weit mehr Ebenen, als man gemeinhin für möglich gehalten hätte. Den Engpass an Toilettenpapier kann man umgehen, indem man danach in anderen Geschäften sucht oder Wasser mit einem Bidet nutzt. Doch die erzwungene Nähe, die das Homeoffice und die Isolation mitbringen, stellen ein ganz anderes Kaliber dar. Wie muss man sich verhalten, dass die Corona-Krise nicht auch die Ehe- oder Beziehungskrise mitbringt?

Seit Tagen hocken Paare auf engstem Raum zusammen. Das bringt Macken des anderen so richtig hervor. Jetzt Grundsatz-Probleme so richtig auszudiskutieren, ist keine gute Idee, so ein Psychotherapeut.Die erzwungene Nähe ist nicht nur in Familien derzeit eine große Herausforderung, sondern auch für die Beziehung. Man bemerkt sehr schnell, was uns aneinander stört, bringt es der Berliner Psychotherapeut und Buchautor Wolfgang Krüger auf den Punkt. Er rät, Konfliktgespräche zu vermeiden.

Stattdessen sei jetzt humorvolle Toleranz die wichtigste Eigenschaft. "Vielleicht gelingt es Ihnen, dass Sie gemeinsam einmal am Tag herzhaft lachen", schlägt Krüger vor. Kindern gelinge dies sehr gut, indem sie ein Tier nachahmen, einen komischen Dialekt sprechen, auf einem Bein hüpfen oder sich gegenseitig abkitzeln. Übertragen auf Erwachsene gäbe es laut Krüger die Variante, sich gemeinsam zu erinnern oder gegenseitig zu erzählen, was die bisher komischsten Situationen im Leben waren

(ce/dpa)

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