Symbolbild: imago images/EST & OST

Bewährung für pro-russischen Kämpfer in der Ukraine

10.7.2019 19:35 Uhr

Am Mittwoch hat das Landgericht Dortmund einen prorussischen Ukraine-Kämpfer aus Deutschland zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Ihm wurde die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat zur Last gelegt.

Der in der früheren Sowjetunion geborene Angeklagte mit deutscher Staatsangehörigkeit war 2014 in die Ukraine gereist, um auf der Seite der Separatisten gegen die ukrainische Armee zu kämpfen. Dass der 43-Jährige tatsächlich an Kampfhandlungen teilgenommen hat, konnten die Richter nicht klären.

Ausbildung am Maschinengewehr

"Er hatte es aber vor", hieß es in der Urteilsbegründung. Dafür sei er auch an Maschinengewehren ausgebildet worden.

"Der Angeklagte ging als Idealist in die Ukraine und kehrte völlig desillusioniert wieder zurück", sagte Richter Dirk Kienitz. Nach seiner Rückkehr 2016 war er am Flughafen Hannover festgenommen und befragt worden. Dabei hatte er sofort zugegeben, die vergangenen knapp eineinhalb Jahre in der Ukraine verbracht zu haben.

(an/dpa)

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