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Bewaffneter Überfall: 37 Zivilisten in einem Dorf in Mali getötet

1.1.2019 22:25 Uhr

In einem Dorf in der Region Mopti von Mali wurden 37 Zivilisten getötet. Der bewaffnete Überfall soll von Jägern der Volksgruppe der Dogon ausgeübt worden sein.

Der Angriff habe sich gegen ein Dorf der Volksgruppe der Fulbe gerichtet, sagte der Parlamentsabgeordnete Karim Keïta, der Sohn von Staatschef Ibrahim Boubacar Keïta, der Nachrichtenagentur AFP.

Nach Angaben aus malischen Sicherheitskreisen und eines Augenzeugen wurde der Angriff von Jägern der Volksgruppe der Dogon verübt. Diese hätten das Dorf in der Region von Mopti im Morgengrauen angegriffen. Der Abgeordnete Keïta sprach von einer "kriminellen Tat". Bei dem Angriff seien auch Dorfbewohner verletzt worden, die er im Krankenhaus von Mopti besucht habe.

Niedergebrannte Häuser und Verletzte

Am Abend veröffentlichte die Regierung in Bamako eine Erklärung, in der sie den Angriff bestätigte und die Zahl von 37 getöteten Zivilisten nannte. In den ersten Berichten war von 33 Todesopfern die Rede gewesen. Mehrere Menschen seien verletzt und zahlreiche Häuser niedergebrannt worden, hieß es in der Erklärung weiter. Die Verantwortlichen für das Verbrechen würden zur Rechenschaft gezogen.

In den vergangenen Jahren haben sich die ethnischen Konflikte zwischen den Fulbe, die der Viehzucht nachgehen, und den Dogon sowie den Bambara, die Landwirtschaft betreiben, verschärft. Dies wird mit dem Erscheinen der dschihadistischen Gruppe des Predigers Amadou Koufa in der Region in Verbindung gebracht. Amadou Koufa war Ende November bei einem Einsatz der französischen und malischen Armee getötet worden.

Aufmarschgebiet für islamistische Gruppierungen

Das westafrikanische Mali ist seit 2012 Aufmarschgebiet für islamistische Gruppierungen, die damals die Kontrolle über den Norden des Landes übernahmen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück.

Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten herrscht weiter Instabilität. In Mali ist auch die Bundeswehr im Einsatz, sie beteiligt sich unter anderem an der UN-Mission Minusma im Norden des Landes.

(be/afp)