epa/Farooq Khan

Bevölkerung in Kaschmir drangsaliert

29.10.2019 19:49 Uhr

Nach Überzeugung des UN-Menschenrechtsbüros werden die Einwohner in der umstrittenen Kaschmir-Region drangsaliert. Bei sporadischen Protesten gegen die Aufhebung des Autonomiestatus, die Indien Anfang August beschloss, seien nach unbestätigten Berichten mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen, sagte ein Sprecher des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte am Dienstag in Genf.

Führende Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft seien in Haft.

Zwei Kriege um das Himalaya-Tal

Seit der Unabhängigkeit des früheren Britisch-Indiens und der Trennung in Indien und Pakistan im Jahr 1947 streiten die beiden Länder um die Herrschaft über Kaschmir. Sie führten bereits zwei Kriege um das Himalaya-Tal.

Es gebe Berichte über übermäßigen Gewalteinsatz beim Niederschlagen solcher Proteste, unter anderen mit Tränengas und Gummigeschossen. Bewaffnete Gruppen bedrohten zudem Einwohner und wendeten Gewalt an, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt würden. Dabei seien mindestens weitere sechs Menschen umgekommen. Zudem sei nach Berichten im Kaschmirtal weiterhin eine Ausgangssperre in Kraft, die Internetverbindungen seien unterbrochen. Die Rechte der Einwohner auf Gesundheit, Bildung, Religionsfreiheit und auf friedliche Versammlung seien eingeschränkt, so das UN-Menschenrechtsbüro.

(an/dpa)

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