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Betrug bei "The Voice Kids" - Finale wird wiederholt

16.5.2019 22:38 Uhr

Bei der russischen Version des Gesangsshow "The Voice Kids" soll es im Finale Manipulationen gegeben haben. Das Finale wurde annuliert und wird wiederholt. Gewonnen hatte die zehn Jahre alte Tochter der bekannten russischen Popsängerin Alsou, die 2000 Zweite beim Eurovision Song Contest wurde - und das erdrutschartig. Doch am Ergebnis gab es deutliche Zweifel.

Der russische Sender Perwy Kanal teilte am Donnerstag mit, dass es Hinweise auf einen "externen Einfluss, der sich auf das Ergebnis der Show ausgewirkt hat" gäbe. Der Abschlussbericht werde bis Ende Mai erwartet. In einer Woche soll das Finale neu angesetzt werden. Der Sender sprach von einer "beispiellosen Entscheidung".
Das russische Staatsfernsehen hatte nach eigenen Angaben ein auf die Verhinderung und Aufklärung von Cyberangriffen spezialisiertes Unternehmen aus den Niederlanden mit der Prüfung beauftragt. Dieses teilte mit, es habe automatisierte SMS bei der Telefonabstimmung gegeben.

Rund 100.000 Euro für den Sieg ausgegeben?

Die russische Boulevardzeitung "Komsomolskaja Prawda" berechnete anhand der mutmaßlichen Kosten für die eingegangenen Stimmabgaben, der Sieg des Mädchens müsse fast sieben Millionen Rubel (etwa 96 500 Euro) gekostet haben.
Nach dem Finale vor gut drei Wochen hatte es heftige Kritik gegeben. Die Boulevardzeitung schrieb danach: "Alsous Tochter hat gewonnen, aber das Land war dagegen". Als Favorit war ein anderes Kind gehandelt worden. Die Sängerin Alsou hatte im Jahr 2000 beim Eurovision Song Contest den zweiten Platz geholt.
Zugleich gab es in Russland aber Sorgen um das Befinden des Mädchens im Zuge der Diskussion um einen möglichen Betrug. Die Sendung solle Kindern schließlich "nur positive Erfahrungen" bringen, hieß es beim Staatsfernsehen. Kinder sollten nicht für die Handlungen anderer verantwortlich gemacht werden. Der Sender versprach, das Abstimmungsverfahren künftig zu verbessern.

(be/dpa)

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