Symbolbild: imago images/Schöning

Besserer Schutz der Pressefreiheit

16.11.2019 10:59 Uhr

In Deutschland nehmen die Repressionen gegen Reporter zu. Nun haben Journalisten einen Appell an Medienhäuser, Justiz und Politik verfasst. Unter den Unterzeichnern sind viele Prominente. Anlass ist eine am 23. November in Hannover geplante Demonstration der rechten NPD gegen drei freie Journalisten. Der Aufzug soll durch die Südstadt zum Funkhaus des Norddeutschen Rundfunks führen.

Als Reaktion wurde am Freitag der Aufruf «Schützt die Pressefreiheit!» veröffentlicht. Signiert haben etwa «Tagesspiegel»-Chefredakteur Lorenz Maroldt, Schriftstellerin Sophie Passmann, Satiriker Jan Böhmermann, ARD-Reporter Richard Gutjahr und der Moderator des WDR-Politmagazins «Monitor», Georg Restle. Zu den Unterstützern zählen der Deutsche Journalisten-Verband und das Netzwerk Recherche.

Presselandschaft soll mit bedrohten Kollgen solidarisch sein

Presserat, Verleger und Redaktionen sollten sich mit bedrohten Kollegen solidarisch zeigen, fordert der Aufruf. Die Politik sei gefragt, Journalisten besser zu schützen. Dazu gehöre unter anderem eine Neuregelung der Impressumspflicht, um Privatadressen von Journalisten und Bloggern besser zu schützen. Zudem fordert der Aufruf das Ausschöpfen aller rechtlichen Möglichkeiten durch die Versammlungsbehörde, «um Hass und Hetze gegen unsere Kollegen am 23.11.2019 in Hannover zu verhindern».

Der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall sagte: «Wir zeigen uns solidarisch mit den Kollegen und verurteilen alle Versuche aufs Schärfste, kritische Journalisten an den Pranger zu stellen.»

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.