epa/Sergei Gapon

Bessere Beziehungen zu den USA

29.8.2019 18:47 Uhr

Nach jahrzehntelangem Dauerkonflikt will Weißrussland seine Beziehungen zu den USA wieder verbessern. Minsk sei an einem Neustart der Zusammenarbeit interessiert, sagte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko bei einem Treffen mit US-Sicherheitsberater John Bolton am Donnerstag in der Ex-Sowjetrepublik.

Er wolle mit seinem Gast "offen" und "freundschaftlich" über die angeschlagenen Beziehungen sprechen, sagte der autoritär regierende Staatschef der weißrussischen Staatsagentur Belta zufolge.

Schlechtes Kapitel schließen

Washington hatte vor mehr als zehn Jahren nach wiederholter Kritik an der Menschenrechtslage Sanktionen gegen Weißrussland verhängt. Minsk reagierte darauf mit der Ausweisung von US-Diplomaten. Lukaschenko, der seit 1994 an der Macht ist, pflegt sehr enge Kontakte zu Kremlchef Wladimir Putin. Er ist zudem an einem besseren Verhältnis zum Westen interessiert.

"Wir haben immer wieder vorgeschlagen, dieses schlechte Kapitel zu schließen und ein neues zu beginnen", sagte Lukaschenko. Der Besuch eines so ranghohen Mitglieds der US-Regierung sei von historischer Bedeutung, betonte der Präsident.

Auch Bolton, der bei seiner Reise durch Osteuropa auch die Ukraine und das Nachbarland Moldau besuchte, sagte nach weißrussischen Angaben, die Geschichte stehe nicht still.

(an/dpa)

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