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Besiktas verspielt einen Punkt bei Bratislava

19.9.2019 23:16 Uhr, von Chris Ehrhardt

Im Abendspiel der Europa League musste Besiktas Istanbul nach Slowenien reisen und traf da auf Slovan Bratislava. Bei den Fans der Schwarzen Adler dürfte nach der peinlichen Vorstellung in der Süper Lig gegen Aufsteiger Gazisehir Gaziantep nicht wohl gewesen sein. Und das schlechte Gefühl bewahrheitete sich am Ende. Durch die eigene Abwehrschwäche unterlagen die Adler in Slowenien mit 2:4. Ebenso wenig Hoffnungen wird der Anhang von Basaksehir gehabt haben, das nach Italien zum AS Rom reisen musste. Da gab es die erwartete 0:4-Packung für das zweite Team aus Istanbul.

Besiktas startete recht verhalten in die Partie in Slowenien bei Bratislava. Und ein solches Vorgehen rächt sich auf europäischer Ebene recht schnell. So auch hier. In der 14. Minute schlug Keeper Dominik Greif einen langen Ball nach vorne. Die Kugel tippte auf und Loris Karius kam aus dem Kasten, um in Manier von Manuel Neuer, dem Torhüter vom FC Bayern München, mit dem Kopf zu klären – sprang aber unter dem Ball her. Das war schon ganz große Comedy, was Karius da machte. Andraz Sporar reagierte am schnellsten auf den kapitalen Bock des Keepers und netzte unbedrängt ein – 1:0. Doch die Adler konnten sich fangen, arbeiteten nun mehr nach vorne und auch das lohnte sich. In der 28. Minute gab es ein elferwürdiges Foul und der Schiri pfiff. Adem Ljajic trat an und hielt genau in die Mitte – Keeper Greif sprang ins linke Eck und es stand überraschend 1:1. Doch damit nicht genug, denn Besiktas wurde nun mutiger. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte folgte ein schön vorgetragener Angriff der Istanbuler durch N'koudou. Mit Zug wollte er in die Mitte passen, wo dann der Bulgare Vasil Bozhikov stand und den Ball sehenswert ins eigene Netz stolperte – 1:2. Damit ging es in die Pause.

Besiktas brachte sich selbst um einen Punkt

Wer nun dachte, dass Bratislava durch den Treffer kurz vor der Pause völlig aus dem Tritt gekommen wäre, der rieb sich zu Beginn der zweiten 45 Minuten verwundert die Augen. Die Slowenen gingen engagiert in den Vorwärtsgang und setzten die Gäste unter Druck. In der 59. Minute gab es erneut einen guten Angriff über die rechte Seite. Der Ball kam zu Andraz Sporar, der zog druckvoll auf Karius zu und spielte ihm den Ball durch die Hosenträger in die Kiste – 2:2. In der 64. Minute hätte der Marokkaner Moha auf 3:2 stellen können, als er spielend leicht die BJK-Hintermannschaft ausspielte. Sein Schuss mit dem Außenrist ging aber knapp am langen Pfosten vorbei. Beide Teams versuchten, den Lucks Punch zu setzen. Doch es dauerte bis in die Nachspielzeit, bis weitere Tore fielen und die taten Besiktas richtig weh.

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Zuerst schnackelte es in der in der dritten Minute der Extra Time. Ecke von der rechten Seite, die flog in die Box von Besiktas und irgendwie fühlte sich niemand zuständig für den Kroaten Marin Ljubicic. Das kannst du vielleicht gegen Göztepe Izmir mal ungestraft machen, aber auf dem europäischen Parkett gibt es dann Backenfutter. So auch hier. Ljubicic bedankt sich artig mit dem 3:2. Und als wäre das nicht schlimm genug gewesen, legte Bratislava noch einen drauf. In der vierten Minute der Nachspielzeit marschierte wieder der Marokkaner Moha durch die Abwehr, ließ die Adler stehen wie Slalomstangen und nagelte das Leder unhaltbar ins Gehäuse von Karius – 4:2. Binnen einer Minute brachte sich Besiktas so durch eklatante Abwehrschwächen um den verdienten Lohn der vorangegangenen 90 Minute – bitter.

AS Rom überrollte erwartungsgemäß Basaksehir

Basaksehir kommt nach der eigentliche guten letzten Saison nicht in der aktuellen Spielzeit an. Und so war es zu erwarten, dass man beim AS Rom ziemlich unter die Räder kommen würde – was auch passierte. Dabei dauerte es eigentlich recht lange, bis es erstmals im Kasten von Mert klingelte. Es war die 42. Minute und es musste ein Eigentor her. Der Brasilianer Junior Caicara bugsierte eine scharfe Flanke ins eigene Netz. In der 58. Minute ging es dann weiter und der Treffer zum 2:0 war ein alter Bekannter aus der Bundesliga – der Bosnier Edin Dzeko. Nicolo Zaniolo spielte der Hintermannschaft von Basaksehir einen Knoten in die Beine, fand Dzeko und der musste nur noch hinhalten.

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Und weil ihm das Ganze so gefallen hatte, dachte sich wohl Zaniolo, er sollte selbst noch ein Tor nachlegen. Das tat er in Minute 71. Basaksehir griff den Italiener einfach nicht an und er zirkelte als Dank die Kugel passgenau in die Maschen. Den vierten und letzten Treffer markierte in die dritten Minute der Nachspielzeit ein Holländer – Justin Kluivert, der 20-jährige Sohn des Barca-Superstars Patrick Kluivert. Kluivert machte spielend leicht und nach Manier seines Vaters Junior Caicara nass und packte dann die linke Klebe aus – 4:0. Damit war für Basaksehir die Messe gelesen.

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