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Besiktas unterliegt daheim gegen Braga

24.10.2019 21:27 Uhr, von Chris Ehrhardt

Für beide türkischen Teams in den Spielen am frühen Abend in der Europa League ging es bereits am dritten Spieltag um alles. Besiktas Istanbul traf daheim mit 0 Punkten auf dem Konto auf den portugiesischen Vertreter Sporting Braga und auch Basaksehir spielte in Istanbul gegen das Überraschungsteam der Gruppe, den Wolfsberger AC aus Österreich. Während sich IBB durch einen knappen und schmeichelhaften 1:0-Heimsieg seine Chancen erhalten konnte, weiter europäisch zu spielen, ist das Thema für die Schwarzen Adler nach 1:2-Heimniederlage gegen Braga wohl durch. Im Abendspiel unterlag dann auch noch Trabzonspor zuhause mit 0:2 gegen FK Krasnodar aus Russland.

Basaksehir schaffte es lange Zeit nicht einmal ansatzweise, effizient gegen den WAC aufzutreten. Die erste Hälfte konnte man sich aus Sicht der Istanbuler vollkommen von der Backe wischen, denn das war gar nichts. Glück hatte man, dass Wolfsberg nicht einmal den Hauch von seiner Gefährlichkeit gegen Borussia Mönchengladbach oder AS Rom auf den Platz brachte. In der zweiten Hälfte wirkten die Österreicher teils völlig neben der Spur und offenbarten eklatante Konzentrationsschwächen, auch wenn sie das bessere Team blieben. Das sagt alles über die Spielqualität von IBB aus. Und eine der Schwächen nutzte dann Basaksehir durch Irfan Can Kahveci in der 78. Minute. Der WAC ließ sich locker und lässig ausspielen und Kahveci netzte easy ein – 1:0. Auch wenn die Wolfsberger es dann nochmals mit Druck versuchten, blieb es bei der ersten Niederlage in der diesjährigen Europa League und Basaksehir lebt wieder etwas.


Das Aus für Besiktas in der Europa League

Das, was die Schwarzen Adler derzeit in der Liga zeigen – nämlich nichts – schaffen sie auch auf internationaler Bühne. Und zum Unvermögen kam an diesem Donnerstagabend auch noch das Pech hinzu. So schepperte in der 5. Minute Tyler Boyd einen Ball krachend an den Pfosten – der erste Pfostenkracher von drei Stück im Spiel für BJK. Und wenn du die Buden nicht machst, dann tun es eben die Gäste aus Portugal. Oguzhan Özyakup riskierte bei einem Pass in der 38. Minute Kopf und Kragen, was dann Wenderson Galeno dankbar annahm. Doch Loris Karius war auf dem Posten, wehrte ab, aber im Nachschuss sorgte Ricardo Horta für die Führung – 0:1. In der 44. Minute wurde dann Adem Ljajic zur tragischen Figur, denn er semmelte einen Freistoß ans Gebälk. So führten die Portugiesen knapp zur Halbzeit.

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In den zweiten 45 Minuten machte BJK mehr Betrieb und hatte sogar Glück, denn nachdem Wenderson Galeno in der ersten Hälfte an Karius scheiterte, verhinderte diesmal der Pfosten ein Tor von ihm. In der 71. Minute durfte der Anhang der Adler endlich mal jubeln. Umut Nayir kam als Joker und versenkte eine Flanke von der linken Seite mit dem Kopf – 1:1. Und in der 74. Minute wollte der Jubel kaum Grenzen kennen, denn der Schiedsrichter gab nach einem eher harmlosen Rempler einen Elfer der Kategorie "Kannst du mal machen, wenn du willst, dass man über dich spricht" für Besiktas. Adem Ljajic trat dann an und produzierte den dritten Pfostentreffer für Besiktas – sein zweiter Alutreffer. Und wieder galt: Machst du die Tore vorne nicht ... In der 84. Minute marschierte wieder Wenderson Galeno und fand diesmal Joker Wilson Eduardo und der zwitscherte das Ding ins Netz, wobei Vida ganz, ganz schlecht aussah. Böser Stellungsfehler – 1:2. Das schaukelten die Portugiesen nun locker runter und die Schwarzen Adler haben immer noch keinen Punkt auf dem Ticker. Besiktas in der Europa League ist da, wo Pech und Unvermögen eine schlimme Einheit bilden.

Auch Trabzonspor kann in der Europa League nichts reißen

In der ersten Hälfte kam Trabzonspor noch recht gut davon, denn man kassierte keinen Treffer durch den russischen Klub, der immer wieder versuchte, gefährlich vor das Gehäuse der Tiger von der Schwarzmeerküste zu gelangen. Doch in der 49. Minute war der Bann dann gebrochen. Der ehemalige HSV-Spieler Marcus Berg schibbelte die Kugel über die Linie und ließ Krasnodar jubeln. Danach hätte Trabzon eigentlich aufs Gas drücken müssen, aber das, was das Team produzierte, war schlicht zu harmlos. In der zweiten Minute der Nachspielzeit machten die Russen dann endgültig den Sack zu. An der Box spielte Krasnodar mit Trabzonspors Hintermannschaft Katz und Maus und einen Doppelpass später zappelte der Ball durch den Holländer Tonny Vilhena im Netz - 0:2. Mit nur einem mageren Pünktchen auf dem Zählbrett wird es für Trabzonspor langsam zappenduster in der Europa League.

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