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Besiktas und Basaksehir fliegen raus

23.1.2020 10:45 Uhr, von Chris Ehrhardt

Besiktas Istanbul lustwandelt im Tal der Tränen des Fußballs. Nicht nur, dass die Schwarzen Adler in der Süper Lig zehn Punkte hinter dem Tabellenführer Sivasspor zurückliegt. Nun hat es das Team vom Dolmabahce Palast auch noch geschafft, im Pokal gegen den Zweitligisten Erzurumspor auszuscheiden. Wie bereits das Hinspiel im Kühlschrank der Türkei in Erzurum, wurde auch das Rückspiel in Istanbul vor heimischer Kulisse mit 2:3 verloren. Damit sind die Adler raus – und in bester Gesellschaft. Bereits am Dienstag scheiterte Basaksehir am Drittligisten Kirklarelispor. Das eine Tor, das Kirklareli in Istanbul beim 1:1 in den letzten Sekunden geschossen hat, bedeutete nach dem 0:0 im Rückspiel das Aus für IBB.

Das, was Trainer Abdullah Avci in Istanbul gegen Erzurumspor auf den Platz schickte, war kein Fallobst, sondern seine designierte erste Elf – abzüglich der Verletzten natürlich. Trotzdem schenkten die Gäste den Adlern bereits nach rund 30 Sekunden die erste Kirsche ein. Oltan Karakullukcu nutzte ein Flippertor zur schnellen Führung. In der 33. Minute dann die vermeintliche Erlösung aus Sicht der Adler: Adem Ljajic mit dem Pass nach innen und Abdoulay Diaby netzte zum 1:1 ein. Das tat er kurz vor dem Halbzeitpfiff erneut, aber Umut Nayir befand sich im Abseits. Für die 2:1-Führung von BJK sorgte in der 64. Minute der wiedergenesene Joker Burak Yilmaz. Das hätte gereicht – wäre, wäre Fahrradkette, wie Fußballphilosoph Lothar Matthäus einst sagte. In der 67. Minute besorgte jedenfalls Sissoko das 2:2 und Oltan Karakullukcu schob mit seiner zweiten Bude in der 72. Minute per Doppelschlag das 2:3 nach. Da war die Messe gelesen, denn im türkischen Pokal greift – wie auf internationaler Ebene auch – die Regel mit den Auswärtstoren bei Torgleichheit. Die Adler hätten binnen 2o verbleibenden Minuten drei Buden fürs Weiterkommen nachreichen müssen und daran glaubten selbst Hardcore-Fans nicht. So kam es dann auch und Besiktas ist raus. Das wird die Position von Trainer Abdullah Avci, der sich etabliert zu haben schien und nun wieder bedenklich wackelt, kaum gestärkt haben.

Geteiltes Leid in Istanbul – Basaksehir scheidet auch aus

Wenn es darum geht, sich nach dem Pokal die Wunden zu lecken, kann sich Besiktas perfekt mit Basaksehir zusammentun. Im Hinspiel gegen den Drittligisten Kirklarelispor fing man sich in den letzten Sekunden in Istanbul den Ausgleichstreffer – ein Tor, das Bargeld wert war. Damit stand fest, im Rückspiel konnte das Team aus der dritten türkischen Liga auf ein "dreckiges und torloses Remis" setzen. Hinten den Bus parken und warten. Genau das passierte auch. Zwar glaubte man, dass man in der 64. Minute den so wichtigen Auswärtstreffer durch Demba Ba erzielen konnte, dem war aber nicht so. Demba Ba, der ehemalige Hoffenheimer, stand blitzsauber im Abseits und darum gab es kein Törchen. Die Zeit tropfte runter und am Ende stand IBB mit leeren Händen da.

Ansonsten blieben die Sensationen im Achtelfinale des Pokals aus. Fenerbahce siegte erwartet 2:0 gegen Kayserispor und das reichte nach dem 0:0 im Hinspiel fürs Weiterkommen. Kasimpasa setzte sich zwar zuhause mit 3:2 gegen Alanyaspor durch, aber das reichte nach der 1:3-Hinspielniederlage für Istanbuler nicht aus. Damit ist der dritte Klub vom Bosporus ausgeschieden. Göztepe Izmir schaffte gegen Antalyaspor nur ein 2:2. Damit ist das Team nach der 3:4-Hinspielniederlage ausgeschieden. Auch das ist keine echte Sensation und stand eher zu erwarten.

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