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Besiktas mit Last-Second-Sieg bei Kasimpasa

8.12.2019 20:05 Uhr, von Chris Ehrhardt

Die Vorzeichen vor dem Abendspiel am Sonntag in der türkischen Süper Lig standen fest. Mit einem Sieg beim Ortsrivalen Kasimpasa würde Besiktas Istanbul auf den zweiten Tabellenplatz rücken und der Zielvorgabe von Trainer Abdullah Avci – der Herbstmeisterschaft - einen kleinen Schritt näher rücken. Das Ziel schafften die Schwarzen Adler vom Dolmabahce Palast in allerletzter Sekunde mit dem erlösenden Siegtreffer zum 3:2-"Auswärtssieg".

Zu Spielbeginn sah es wieder einmal so aus, als würden die Schwarzen Adler von Besiktas in alte Muster zurückfallen und die Auswärtsschwäche könnte dem Team ein Bein stellen. Kasimpasa griff angetrieben vom ehemaligen Adler Ricardo Quaresma an. Doch die Abschlussversuche zeigten wenig Erfolg. In der 15. Minute war Besiktas nah an einem Treffer, aber wurde von Karim Hafez übelst rumgeholzt. Schiedsrichter Arda Kardesler blieb keine andere Wahl, als den Verteidiger von Kasimpasa unter die Dusche zu schicken. Damit stand fest, die Hausherren würden mehr als 75 Minuten in Unterzahl auf dem Feld stehen, wenn BJK keinen Spieler verlöre. Doch der Platzverwies trug nicht die erwünschten Früchte. Im Gegenteil Besiktas kam mit der personellen Überlegenheit kein Stück zurecht und Kasimpasa wurde bei Kontern immer gefährlicher. In der 24. Minute knallte es dann im Gebälk und das bei einer eher kuriosen Situation. Im Mittelfeld gab es ein harsches Foul gegen Domagoj Vida, doch das Spiel lief weiter.

Bengali Koita prüfte den deutschen Keeper Loris Karius, der zur Seite abwehrte, aber dort stand dann mit Mustafa Pektemek ein ehemaliger Kicker von Besiktas und der ließ Karius keine Chance – 1:0. Besiktas drückte massiv aufs Gas, regte sich auch über den Treffer auf und das sicher nicht ganz unberechtigt. In der 36. Spielminute wurde das drückende Spiel der Adler dann auch belohnt. Gökhan Gönül setzte sich hervorragend in Szene, passte durch Freund und Feind, um dann Caner Erkin zu finden, der das Spielgerät humorlos ins Netz zimmerte – 1:1. Mit dem Remis ging es dann in die Pause.

Besiktas mit Glück und Umut Nayir

Besiktas schien der Meinung zu sein, dass nun die Kräfte bei Kasimpasa nachlassen und das Spiel zu einem Selbstläufer würde. Weit gefehlt und das unter tatkräftiger Mithilfe der Adler. Haris Hajradinovic marschierte über die linke Angriffsseite und sah, dass in der Mitte Bengali Koita mitgelaufen war. Den ließ man dann mal fröhlich laufen und er konnte die butterweiche Flanke von Hajradinovic herzhaft einnetzen – 2:1. Da musste man sich die Augen reiben, wie leichtfertig die Schwarzen Adler zuließen, dass die komplette Abwehr ausgehebelt wurde. Doch Besiktas steckte nicht auf, wollte zumindest den Ausgleich. Und den bekamen sie in der 71. Spielminute. Adem Ljajic spielte ganz ausgezeichnet mit Gökhan Gönül zusammen und der zischte den Ball durch die Box. Da stand dann der Joker Umut Nayir goldrichtig und lenkte das Runde ins Eckige – 2:2.

Nach dem Treffer marschierte Coach Avci ins volle Risiko und warf Jeremain Lens sowie Güven Yalcin ins Rennen. Und die Hereinnahme von Lens sollte es sein, die sich am Ende auszahlte. Fünf Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt. In den letzten Sekunden marschierte Lens bis an die Grundlinie auf der rechten Angriffsseite heran, ballerte die Kugel nach innen und da stand dann wieder Umut Nayir perfekt – 2:3. Es gab noch kurze Diskussionen, ob Nayir im Abseits gestanden haben könnte, aber das war definitiv nicht der Fall. So sicherte sich Besiktas in allerletzter Sekunde die drei Auswärtspunkte und sprang damit auf den zweiten Platz in der Tabelle der Süper Lig.


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