imago images / ANE Edition

Besiktas unterliegt bei PAOK Saloniki 1:3

25.8.2020 22:57 Uhr

Besiktas Istanbul wollte und musste eigentlich die erste Runde der Qualifikation zur Champions League dringend gewinnen. Den Geldregen hätten die Schwarzen Adler absolut gebraucht. Doch das Team von Sergen Yalcin agierte zu drucklos gegen Ball und Gegner und wurde von PAOK Thessaloniki mit einer 1:3-Niederlage zurück an den Bosporus geschickt.

In Saloniki legten die Hausherren los wie die Feuerwehr und zeigte schnell an, dass sie hier gegen den "Bruder Verein" aus der "alten Heimat" nichts anbrennen lassen wollten. Bereits in der 7. Minute klingelte es im Kasten der Schwarzen Adler vom Dolmabahce Palast. Schneller Konter über die linke Seite, dann folgte der kluge Pass in den Rückraum der Box, wo der gerade einmal 18-jährige Youngster Christos Tzolis goldrichtig stand und den Ball sehenswert und abgezockt rechts oben in den Winkel schweißte – 1:0. Da sahen die Adler aus Istanbul gar nicht gut aus. Und es wurde noch schlimmer. In der 24. Minute war die Hintermannschaft des 15-maligen türkischen Meisters wieder nicht im Bilde und erneut war es Tzolis, der locker vollstreckte – 2:0. Nur sechs Minuten später in der 30. Spielminute klingelte es wieder im Kasten von Besiktas. Spielend leicht marschierten die Griechen durch die desolaten Verteidigungsreihen und diesmal war es Dimitris Pelkas, der zum eigentlich da schon vorentscheidenden 3:0 einschoss.

Besiktas hatte PAOK am Ende wenig entgegenzusetzen

Doch zum Glück für Besiktas war die Abwehrreihe von PAOK auch nicht immer auf dem Posten und zudem wurde das Geläuf durch strömenden Regen immer schwerer. So konnte Besiktas in der 37. Minute verkürzen. Ein gut getimter Ball zischte über die desorientierte Hintermannschaft in die Box, wo sich der Kanadier Cyle Larin durchgemogelt hatte und den Ball ins Netz schieben konnte – 3:1. Kurz vor der Pause dann die Chance für PAOK wieder auf den alten Abstand von drei Toren einzustellen – vom Elfmeterpunkt. Doch der Strafstoß war so schlecht und quasi mit Ansage geschossen, dass Ersin Destanoglu keine großen Probleme hatte, den Ball zu parieren. So ging es mit dem fast schmeichelhaften 1:3 aus Sicht von Besiktas in die Kabinen.

Hängende Köpfe bei Besiktas - imago images / ANE Edition

Nach dem Seitenwechsel kam das, was fast zu vermuten stand. PAOK tat nicht mehr wirklich viel und baute auf Fehler beim Gegner. Die kamen, konnten aber von den Griechen nicht genutzt werden. Auch die Schwarzen Adler taten zwar mehr nach vorne, aber es fehlte an Durchschlagskraft und an einem echten Stoßstürmer, der dort auftaucht, wo es dem Gegner Schmerzen bereitet. So war die verdiente Niederlage am Ende nicht abzuwenden. Die quirligen Griechen spielen damit weiter in der Qualifikation zur Champions League. Besiktas Istanbul rutscht in die dritte Runde der Qualifikation zur Europa League und sollte da mit einer motivierteren Vorstellung auflaufen. Zeigt man sich wie am heutigen Abend – und in der dritten Qualifikationsrunde ist längst nicht jeder Gegner "Fallobst" - wird es auch da nichts mit dem internationalen Geschäft und Zusatzeinnahmen.

PAOK Thessaloniki im Jubel gegen Besiktas - imago images / ANE Edition
(ce)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.