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Besiktas entlässt Abdullah Avci

25.1.2020 21:05 Uhr, von Chris Ehrhardt

Besiktas Istanbul hat den längst fälligen Schritt unternommen und sich von seinem erfolglosen Trainer Abdullah Avci getrennt. Nach desolaten Vorstellungen in der Europa League, dem blamablen Aus im türkischen Pokal und einem Rückstand von zehn Punkten auf Spitzenreiter Sivasspor in der Süper Lig, war der Schritt wohl unausweichlich.

"Unser Vorstand hat beschlossen, sich von Trainer Abdullah Avci zu trennen. Wir danken ihm und wünschen ihm für die Zukunft viel Erfolg", lautet die Stellungnahme des Klubs auf der offiziellen Website des Vereins. Damit endete die Ägide von Avci bei den Schwarzen Adlern nach nur 239 Tagen im Amt.

Ist Sergen Yalcin Problemlöser oder Problemvergrößerer?

Die Bilanz, auf die Abdullah Avci bei Besiktas zurückschauen kann und muss, ist eher ernüchternd. In seiner Amtszeit bestritten die Adler vom Dolmabahce Palast 28 Spiele. Davon wurden insgesamt 14 verloren und nur 11 gewonnen. Besonders schlimm war die Vorstellung auf europäischer Ebene. Da spielte man in der Europa League sechs Spiele bis zum Ausscheiden und konnte nur eine Partie gewinnen. Das System von Avci, mit dem er in der letzten Saison Vizemeister wurde, passte zwar zu Basaksehir, aber offensichtlich zu Besiktas. Man sah auf dem Platz, dass die Mannschaft nie wirklich warm mit dem Stil wurde, den der Trainer spielen lassen wollte. Nach einem kurzen Aufschwung gab es zuletzt in acht Partien sieben Niederlagen – undenkbar für einen Klub wie BJK.

Das Zepter, so zeichnet es sich ab, wird nun wohl Sergen Yalcin übernehmen. Yalcin spielte in seiner aktiven Zeit für Besiktas, Fenerbahce, Galatasaray und Trabzonspor. Doch als Trainer waren seine Erfolge bisher eher überschaubar – sieht man davon ab, dass er mit Abstiegskandidaten den Klassenerhalt schaffte - weil nicht vorhanden. Da sich der Klub aber im Rahmen eines eher spärlichen Budgets bewegen muss, wird man keinen internationalen Toptrainer verpflichten können, der das Team nach vorne bringt. Also muss man abwarten, was nun in der Liga wird.

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