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Besiktas blamiert sich zuhause gegen Malatyaspor

15.12.2019 19:34 Uhr, von Chris Ehrhardt

Sivasspor hatte als Tabellenführer am Nachmittag in der Süper Lig vorgelegt und für Besiktas Istanbul galt es nun, im Heimspiel gegen Malatyaspor.html">Yeni Malatyaspor nachzulegen. Dass aber die eigene Anspruchshaltung und die Wahrheit auf dem Platz oftmals Universen auseinanderliegen, lehrt die Süper Lig Woche für Woche. So auch diesmal. Die Schwarzen Adler rumpelten gegen die Gäste über den Platz und kriegten dann zwei späte Tore zur Strafe eingeschenkt. So wird das sicher nichts mit der Herbstmeisterschaft, die Trainer Abdullah Avci als Ziel ausgegeben hatte.

Es war vollkommen unverständlich, wie inaktiv sich Besiktas auf dem Platz verhielt. Malatyaspor wurde das Spiel überlassen und die Adler meinten, man könne da einfach mal zuschauen. Was das Zuschauen bringt, hatten ihnen die Wolves in der Europa League bereits gezeigt. Für Zuschauer auf dem Platz gibt es vier Stück. Das Team vom Dolmabahce Palast hatte aber das Glück, dass Malatyaspor eben nicht der Tabellensechste der englischen Premier League ist. Und so ging es nach einer langweiligen ersten Hälfte, während der man auch gut und gerne dem Gras beim Wachsen hätte zuschauen können und wäre dabei wahrscheinlich besser unterhalten worden, mit dem torlosen Remis in die Katakomben.

Zwei späte Tore brechen den Adlern das Genick

Der Beginn der zweiten 45 Minuten war eine schlechte Kopie der ersten Halbzeit. Besiktas eierte saft- und kraftlos über den Platz und konnte sich beim deutschen Keeper Loris Karius bedanken, dass er den Kracher vom Brasilianer Guilherme Costa Marques entschärfen konnte. Nach rund 70 Minuten versuchte Besiktas dann doch einmal, sich besser in Szene zu setzen und die Vorwärtsbewegungen zu intensivieren. Dadurch ergaben sich Möglichkeiten, die man aber nicht nutzen konnte. Und man darf nicht müde werden zu sagen: Machst du deine Chancen vorne nicht rein, wirst du in der Regel hinten bestraft. So auch diesmal durch ein tolles Zusammenspiel der Joker bei Malatyaspor. Der Ghanaer Afriyie Acquah hatte das richtige Auge für den Kongolesen Thievy Bifouma und der lässt sich bei solchen Aktionen nicht zweimal bitten, machte es wie Arjen Robben – 0:1.

Und plötzlich bekamen die Adler schnelle Flügel, wollten nach vorne arbeiten. Doch das, was man dabei zusammenstümperte, war ohne Sinn, ohne System, ohne Spielwitz und somit ohne jede Wirkung. Das roch nach reiner Panik und schierer Verzweiflung, war Besiktas nach dem Rückstand spielte. Da wurde nichts mehr herausgespielt, sondern nur noch versucht, den Ball in die Box zu bolzen. Und auch das wurde in der sechsten Minute der Nachspielzeit böse abgestraft. Malatyaspor fing im eigenen Strafraum einen dieser Hastigangriffe ab und dann ging es flott nach vorne. Zwei Stationen später war Bifouma im Strafraum und wurde vom Düsseldorfer Güven Yalcin gelegt – Elfmeter. Das erregte das Gemüt von Caner Erkin, der schon mit Gelb vorbelastet war. Schiedsrichter Yasar Kemal Ugurlu schaute sich das Gemecker von Caner eine ganze Zeit stoisch ruhig an, bis er ihm dann den gelben Karton zeigte und er in der siebten Minute der Nachspielzeit unter die Dusche durfte. Der Nordmazedonier Adis Jahovic legte sich seelenruhig die Pille zurecht, verlud Karius und machte den Endstand zum 0:2 klar. Damit liegt Sivasspor nun sechs Punkte und 14 Tore vor den Adlern – Herbstmeisterschaft ade.

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