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Berti Vogts: "Bei Bayerns Transfer-Doppelpack sind Zweifel angebracht"

20.8.2019 11:54 Uhr

Während die Fans jubeln, zeigt sich der Ex-Bundestrainer Berti Vogts skeptisch nach dem Transfer-Doppelpack des FC Bayerns mit Philippe Coutinho und Michael Cuisance. Man habe sich vielleicht gar keinen Weltstar, sondern vielleicht einen Barcelona-Ersatzspieler eingekauft.

«Bei Bayerns Transfer-Doppelpack sind Zweifel angebracht», schreibt der frühere Nationalspieler und Bundestrainer am Dienstag in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal «t-online.de». Der Brasilianer Coutinho war vom FC Barcelona für 8,5 Millionen Euro ausgeliehen worden, Cuisance von Borussia Mönchengladbach fest verpflichtet worden.

Vogts ratlos

Über den 20 Jahre alten Franzosen habe er sich sportlich noch kein abschließendes Urteil bilden können, sein Verhalten in Gladbach lasse ihn aber ratlos zurück, schreibt der 72 Jahre alte Vogts. «Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Teenager von allein dermaßen selbstbewusst auftritt und weiß nicht, was in Gladbach genau vorgefallen ist. Aber vermutlich war Cuisance in den vergangenen Wochen nicht gut beraten.» Cuisance soll laut Aussage von Gladbachs Sportdirektor Max Eberl eine Stammplatz-Garantie gefordert haben.

Coutinho vergleicht Vogts mit dem Kolumbianer James, den der FC Bayern zuletzt von Real Madrid ausgeliehen hatte. «Warum verlässt ein 27-Jähriger einen Weltclub wie den FC Barcelona? Weil er die Hoffnung aufgegeben hat, sich dort durchzusetzen. Hier kommt vielleicht gar kein Weltstar, sondern ein wahrscheinlich in der neuen Saison Ersatzspieler des FC Barcelona.»

(be/dpa)

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