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Berlin geht gegen "Mietenwahnsinn" auf die Straße

6.4.2019 14:03 Uhr

Tausende Menschen bevölkern die Straßen in Berlin sowie im Rest der Republik, um für bezahlbaren Wohnraum zu protestieren. In Berlin gab es zudem eine Unterschriftenaktion, mit der ein Volksbegehren zum Stopp des Mietwahnsinns erreicht werden soll - zur Not auch durch Enteignungen.

In Berlin haben am Samstag tausende Menschen für bezahlbaren Wohnraum und gegen Verdrängung durch steigende Mieten demonstriert. Sie versammelten sich am Mittag am Alexanderplatz im Stadtteil Mitte, von wo aus sie nach Kreuzberg marschieren wollten. Aufgerufen zu der Demonstration hatte das Bündnis "Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn". Die Demonstranten hielten Schilder in die Höhe, auf denen Slogans standen wie "Kein Abriss bewohnbarer Häuser".

Unterschriftenaktion für ein Volksbegehren zur Enteignung

Manche trugen Masken mit dem Konterfei des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) oder waren als "Miethai" verkleidet. Auch in weiteren Städten - unter anderem in München, Mannheim, Freiburg und Göttingen - waren Protestaktionen geplant. Hintergrund ist der zunehmende Mangel an erschwinglichen Wohnungen vor allem in Ballungsgebieten.

In Berlin begann am Samstag zudem eine Unterschriftensammlung für ein Volksbegehren, das derzeit eine Debatte über Enteignungen auf dem Wohnungsmarkt anfacht. Die Initiative "Deutsche Wohnen und Co. enteignen" will erreichen, dass der Berliner Senat private Wohnungsgesellschaften mit mehr als 3000 Wohnungen enteignet und vergesellschaftet.

(ce/afp)