Hürriyet

Berlin drängt auf schnelle Ausstellung von Presseausweisen für deutsche Journalisten in der Türkei

13.2.2019 20:27 Uhr

Weniger als die Hälfte der rund 25 deutschen Korrespondenten in der Türkei hat bereits ihre Presseausweise für 2019 erhalten, die gleichzeitig auch als Arbeitserlaubnis fungieren. Die Türkei begründet dies mit der Umstellung der Verwaltung.

Der Außenamtssprecher sagte, es gebe bisher keine Anhaltspunkte dafür, dass es "explizit politische Gründe" für Verzögerungen gebe.

Türkische Regierungsvertreter verwiesen bei Gesprächen auf die Umstellung der Verwaltung von einem parlamentarischen auf das präsidiale System nach den Wahlen im Juni. Die vom präsidialen Presseamt vergebenen Karten sind auch Grundlage für die Erteilung einer Residenzerlaubnis. Ohne neue Papiere könnte es Journalisten drohen, binnen Wochen das Land verlassen zu müssen. Unter Korrespondenten wächst ohne valide Dokumente auch die Sorge um ihre Sicherheit, zum Beispiel bei Reisen oder in Kontrollen.

Deutsche Botschaft und Ankara in engem Kontakt

Die deutsche Botschaft in Ankara und das Generalkonsulat in Istanbul stehen nach Angaben des Auswärtigen Amts mit der türkischen Seite und betroffenen Korrespondenten in engem Kontakt. Die Bundesregierung will sich auch mit internationalen Partnern abstimmen. Es sind auch zahlreiche internationale Journalisten betroffen.

(be/dpa)