Symbolbild: imago images / MITO

Bergziegenjagd in Tunceli nach scharfer Kritik abgesagt

14.7.2020 22:15 Uhr

In der Türkei erlaubte eine Ankündigung des Ministerium für Landwirtschaft und Tierhaltung die Jagd auf gefährdete wilde Bergziegen in der östlichen Provinz Tunceli. Da NGOs und Tierschützer darauf massiv verärgert reagierten, wurde die Jagd allerdings wieder abgesagt.

Das Ministerium hatte angekündigt, am 13. Juli eine Ausschreibung für die Jagd auf 17 wilde Bergziegen in den verschiedenen Regionen Tuncelis zu veröffentlichen. Die Einführung der Bergziegen-Jagd stieß in den sozialen Medien hierbei aber auf extrem negative Reaktionen und wurde von vielen NGOs kritisiert, insbesondere von der Gemeinde Tunceli und den in der Provinz tätigen Verbänden. Die Generaldirektion für Naturschutz und Nationalparks veröffentlichte eine Erklärung, in der sie verkündete, dass die Ausschreibung als Resultat der Kritiken abgesagt wurde.

US-Paar in Adiyaman erlegt Bergziege und trifft auf Kritik

Im Februar hatte ein US-amerikanisches Ehepaar in der östlichen Provinz Adiyaman eine Bergziege gejagt und getötet, nachdem es von der Direktion die Erlaubnis erhalten hatte. Obwohl das Paar das Tier legal tötete, zog es in der Öffentlichkeit immense Wut auf sich.

Wer ohne Erlaubnis Bergziegen jagt, muss mit einer Strafe von ca. 26.000 türkischen Lira (4200 US-Dollar) rechnen. Rund 60 Prozent der Einnahmen aus Jagdtendern wurden nach Angaben von Beamten in Dörfern investiert, in denen sich das Jagdgebiet befindet.

Inmitten der faszinierenden Natur von Tunceli leben viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten - einige von ihnen gefährdet.

(gi)

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