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Bereit für Dialog mit Moskau

28.4.2019 12:37 Uhr

Über die Lage im umkämpften Osten der Ukraine zeigt sich der neue Präsident Wolodymyr Selenskyj bereit für Gespräche mit Moskau. "Ich hoffe, dass Russland beim nächsten Normandie-Treffen seine Bereitschaft zur Deeskalation unter Beweis stellen wird", wird der politische Seiteneinsteiger in einer am Sonntag verbreiteten Mitteilung zitiert. "Ich möchte noch einmal betonen, dass ich zu Verhandlungen bereit bin."

Der russische Präsident hatte am Samstag gesagt, er wolle Falle eines Gesprächs mit Selenskyj zuerst mit ihm über die Situation in den Separatistengebieten reden. Es müsse in erster Linie darüber gesprochen werden, wie der Konflikt gelöst werden könne.

Reden statt schießen

Der Komiker Selenskyj hatte vor einer Woche die Wahl zum Präsidenten haushoch gewonnen. Er betonte: "Wir sind bereit, die neuen Bedingungen für ein Zusammenleben der Ukraine mit Russlands zu diskutieren." Eine Normalisierung der Beziehungen sei aber erst möglich, wenn die Halbinsel Krim und der Donbass nicht länger besetzt seien. "Die Ukraine gibt nicht auf!", sagte Selenskyj. "Ich hoffe jedoch, dass Russland eher zum Sprechen neigt als zum Schießen."

Putin hatte gesagt: Die Menschen in der Ex-Sowjetrepublik erwarteten nun Lösungen vom künftigen Staatsoberhaupt. "Jeder hat genug von diesem Konflikt und ist müde." Dazu sagte Seleskyj: "Ich bin nicht der allmächtige Gott, dass all meine Wünsche in Erfüllung gehen."

Selenskyj hatte bereits im Wahlkampf betont, den Friedensplan für die umkämpften Gebiete im Osten des Landes wiederzubeleben. Seit 2014 kämpfen in den Gebieten Donezk und Luhansk Regierungssoldaten gegen prorussische Separatisten. Rund 13 000 Menschen sind dabei nach UN-Angaben getötet worden.

(an/dpa)