Symbolbild: epa/Yahya Nemah

Beobachtungsposten sollen Waffenstillstand in Hudaida sichern

23.10.2019 20:25 Uhr

Im Jemen wollen die Konfliktparteien die vereinbarte Waffenruhe für die strategisch wichtige Hafenstadt Hudaida künftig von vier gemeinsamen Beobachtungsposten aus überwachen. Zusätzlich seien entlang der Frontlinien in Hudaida nun Verbindungsoffiziere im Einsatz, teilte der UN-Jemenbeauftragte Martin Griffiths am Mittwoch mit.

«Dieser Schritt wird die Deeskalation in Krisengegenden fördern und Leben retten», schrieb Griffiths bei Twitter.

Stellvertreterkrieg Saudi-Arabien vs. Iran

Im Jemen kämpfen schiitische Huthi-Rebellen gegen die international anerkannte Regierung des Landes und ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis. Die Huthis, die vom Iran unterstützt werden, haben seit 2014 große Gebiete im Norden sowie die Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht. Vergangenen Dezember hatten sich beide Seiten unter Vermittlung der Vereinten Nationen in Schweden auf eine Waffenruhe für Hudaida und einen Truppenabzug geeinigt. Beide Seiten warfen sich dann aber immer wieder Verstöße gegen die Vereinbarung vor.

Der Konflikt hat das bitterarme Land laut UN in die schwerste humanitäre Krise weltweit gestürzt. Die am Roten Meer gelegene Hafenstadt Hudaida und weitere im Zuge der Waffenruhe übergebene Häfen sind für die Versorgung der Bevölkerung von großer Bedeutung. Rund 80 Prozent der gelieferten Hilfsgüter und Lebensmittel kommen über Hudaida ins Land.

(an/dpa)

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